Südthüringen sucht „offene“ Unternehmen

Startschuss zum Girls`Day

Sonneberg/Suhl (BA/rl) - Für den zwölften Girls‘ Day werden Labore, Fertigungshallen und Handwerksbetriebe gesucht, die sich für Mädchen öffnen. Der Girls‘ Day soll ihnen ermöglichen, bei der Berufswahl die gewohnten Wege zu verlassen. „Stärker noch als Jungen sind Mädchen auf geschlechtsspezifische Berufe festgelegt“ sagt Petra Schübel, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Suhl. Mehr als die Hälfte wählt aus nur zehn Ausbildungsberufen; darunter findet sich kein naturwissenschaftlich- technischer. Dabei: Mädchen können alles–auch Technik!

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Petra Schübel, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.

© Foto: BfA
Doch zurzeit ist es in Südthüringen noch ruhig um den Girls` Day. „Zu ruhig“ stellt Schübel etwas betroffen fest, “wir haben gerade einmal sechs Orte mit derzeit zehn Veranstaltungen auf der Aktions-Landkarte“. Dabei fehlen schon seit 2010 in Südthüringen ausreichend Ausbildungsstellenbewerber. Ein Unternehmen ist daher gut beraten, wenn es solche bundesweit beworbenen Tage nutzt, um seine Türen zu öffnen. „Und wenn der passende Junge nicht zu finden ist, gewinne ich damit die passende Ausbildungsstellenbewerberin für die Zukunft“, ist Schübel`s Überzeugung.
Am Girls‘ Day können schon Schülerinnen ab Klasse 5 teilnehmen. „Jüngere Mädchen sind meist viel offener als Teenager in der Pubertät, deshalb laden wir sie ein, erste Erfahrungen mit Berufen zu machen“, so Schübel. Die Erkundungen in den Betrieben sollen den Schülerinnen zeigen, dass auch technische und naturwissenschaftliche Berufe für Mädchen attraktiv sein können.“ Ferner können Unternehmen beim Girls‘ Day die Mädchen mit weiblichen Führungskräften in Kontakt bringen.
 
Informationen zum Girls’ Day gibt es über die Internetseite www.girls-day.de Hier können Unternehmen ihr Angebot für Mädchen bekannt machen. Übrigens: die Teilnehmerinnen von Veranstaltungen, die auf der Girls’ Day-Seite veröffentlicht werden, sind automatisch unfall- und haftpflichtversichert. Und das Unternehmen kostet es kein Geld, nur etwas Zeit-für die Zukunft.

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