(djd/pt) - Mit der Rückkehr in den Job wollen sich viele Frauen nach der Elternzeit den Wunsch nach eigenem Einkommen, Anerkennung und sozialer Kommunikation erfüllen. Schließlich verfügen sie häufig über eine gute Ausbildung, haben einen Beruf erlernt und vielleicht sogar bis zur Erziehungsphase Karriere gemacht. Der berufliche Wiedereinstieg ist aber auch deshalb wichtig, um durch eigenes Einkommen unabhängig zu werden und sich außerdem selbst um die Altersvorsorge kümmern zu können.
Denn von der oft beschworenen Altersarmut in Deutschland sind vor allem Frauen bedroht. Sie können sehr viel seltener als Männer ihren Lebensunterhalt im Ruhestand mit der eigenen Rente bestreiten. So lag die durchschnittliche gesetzliche Altersrente von Frauen in Westdeutschland 2009 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund bei 487 Euro, während sie bei Männern gut doppelt so hoch war. Ursache sind neben den kürzeren Erwerbszeiten die im Schnitt niedrigeren Löhne und Gehälter von Frauen sowie die oft jahrelange Beschäftigung in Teilzeit. Ein anderer wichtiger Grund für das Abrutschen von Frauen in die Altersarmut ist der gesellschaftliche Wandel: Immer mehr Frauen stehen mitten im Leben plötzlich ohne Partner da. Denn gut jede dritte Ehe in Deutschland geht in die Brüche, allein 2010 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 187.000 Ehen von einem Richter geschieden. Geschiedene Frauen stehen im Alter meist schlecht versorgt da, wenn sie vorwiegend auf abgeleitete Ansprüche aus der Rente ihres ehemaligen Partners gesetzt haben.
Die Rückkehr in den erlernten Beruf ist also aus mehreren Gründen sinnvoll, aber leichter gesagt als getan - auch qualifizierte Frauen tun sich damit nach einer längeren "Kinderpause" oftmals schwer. Den Anschluss an ihre alte Qualifikation und damit die Voraussetzung für den beruflichen Wiedereinstieg möchten zum Beispiel vor allem die vielen Frauen schaffen, die in der Buchhaltung oder im Steuer- und Rechnungswesen tätig waren. Dort ist ständige Lernbereitschaft ein Muss, aber auch Garant für die berufliche Weiterentwicklung. Ein Weiterbildungskurs, der meist drei bis 18 Monate dauert, muss dabei immer auch mit privaten und familiären Verpflichtungen in Einklang gebracht werden. Bei der Wahl des Anbieters sollte man deshalb genau hinschauen.
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