Bad Berka (Zentralklinik Bad Berka) - Tino Wolframm hat es geschafft: Der gelernte Krankenpfleger hat vor wenigen Tagen seine Ausbildung zum Kardiotechniker an der Zentralklinik Bad Berka erfolgreich abgeschlossen.
Gemeinsam mit der Akademie für Kardiotechnik des Deutschen Herzzentrums Berlin wurde die Ausbildung hier im Krankenhaus durchgeführt, die mit einer umfangreichen Prüfung am Herzzentrum Berlin beendet wurde. Kardiotechniker sind echte Spezialisten in ihrem Fach und unterstützten die Ärzte während einer Herzoperation. Während sich die Chirurgen direkt um den Eingriff am offenen Herzen kümmern, überwachen die Kardiotechniker die lebenserhaltende Herz-Lungen-Maschine. Sie sind mit allen Funktionen der Herz- und Lungenunterstützungssysteme bestens vertraut, denn von ihrer korrekten Arbeit hängt auch das Leben des Patienten ab.
Kardiotechniker Tino Wolframm äußerte sich zu seiner Berufswahl: „Es ist natürlich schon eine große Verantwortung, die man während einer Operation trägt. Aber es macht auch viel Freude, wenn man sieht, dass es den Patienten nachher wieder besser geht. Mich fasziniert vor allem die enge Verbindung von moderner technischer Ausstattung und enger Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Kardiotechniker und Pflegekräften in einem eingespielten Team.“
Die zum Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG gehörende Zentralklinik Bad Berka hat die Ausbildung vor gut zwei Jahren etabliert, um den wachsenden Bedarf an sehr gut qualifiziertem Fachpersonal selbst zu decken. Inzwischen ist die Klinik als offizielle Ausbildungseinrichtung für Kardiotechnik vom Deutschen Herzzentrum Berlin anerkannt und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur weiteren Spezialisierung in der Medizin. Die praktische Ausbildung erfolgt in Bad Berka vor Ort. Hinzu kommen theoretische Ausbildungsteile an der Akademie in Berlin sowie Praktika an anderen Krankenhäusern, um das gesamte Spektrum der Kardiotechnik kennenzulernen.
Das Team der Kardiotechniker der Zentralklinik besteht derzeit aus sechs Mitarbeitern, die schon viele Jahre in dem Krankenhaus tätig und mit ihren Aufgaben bestens vertraut sind. „Wir werden unsere Ausbildungsbemühungen auch weiterhin fortsetzen, denn das Berufbild des Kardiotechnikers hat sich in den letzten Jahren doch stark gewandelt. Zum Führen der Herz-Lungen-Maschine sind das Betreuen von Herzunterstützungssystemen, elektrophysiologische Testungen bei Schrittmacherimplantationen und die Vorbereitung von Katheterherzklappen, Aufgaben, die von den Kardiotechniker übernommen werden. Daher brauchen wir auch zukünftig Mitarbeiter, die eine solche Ausbildung durchlaufen haben“, erläuterte der Leiter der Kardiotechnik, Peter Moldenhauer. Aber er weiß auch: Berufserfahrung und enge Zusammenarbeit im Team sind die besten Garanten für eine umfassende und erfolgreiche medizinische Versorgung der Patienten.
Die Zentralklinik Bad Berka verfügt heute über eine der größten Herzkliniken in den neuen Bundesländern. Jährlich werden über 1.000 Patienten mit Herz-Lungen-Maschine operiert. Es werden alle Erkrankungen des Herzens im Erwachsenenalter behandelt, von Bypass-Operationen, Klappenoperationen, Operationen der großen Gefäße bis zu Eingriffen, die in schonender, minimaler Operationstechnik durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Spezialisierung und langjährigen Erfahrungen des chirurgischen Teams, kommen die Patienten jedoch nicht nur aus Thüringen, sondern auch aus den umliegenden Bundesländern nach Bad Berka, um sich hier vom Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie, Dr. Thomas Kuntze, und seinen Mitarbeitern behandeln zu lassen.