Weimar (buergermeister) - Wenn Verwandte, Freunde oder Bekannte von außerhalb zu Besuch kommen und sich unsere schöne Stadt Weimar einmal ein wenig betrachten möchten, so erleben sie diese leider nicht nur von der ihnen bekannten guten und schönen Seite. Ich wollte z. B. mit meinen Verwandten auch zu unserem Familiengrab auf dem Weimarer Hauptfriedhof gehen.
Die „Kulturstadt“ Weimar - Da kommt Freude auf…
© Foto: privat - Müllcontainerstandort Berkaer Straße WE
Also parkten wir auf dem großen Parkplatz an der Berkaer Straße. Doch als mein Besuch den dort auch platzierten öffentlichen Müllcontainerstandort sah, trauten sie ihren Augen kaum, und fragten mich, ob das etwa die „Kulturstadt Weimar“ sei. Da muss ich ehrlich gestehen, ich fing mich an zu schämen. Aber, ich konnte auch erwidern, dass mir so etwas, besonders auch als Weimarer Stadträtin, natürlich auch gar nicht gefällt und ich damit auch nicht ganz allein mit der Meinung da stehe, dass dies selbstverständlich kein Aushängeschild für Weimar sein darf und kann! Den Hauptgrund hierfür, bildet vor allem der sich so nach und nach in Weimar verbreitete große "Mülltourismus". Hier wird es langsam Zeit, diesem endlich Einhalt zu gebieten und dazu muss auch eine Stadtverwaltung sich noch stärker in die Breche setzen und vermehrte Kontrollen durchführen. Egal, ob vom zuständigen Umwelt- oder Ordnungsamt. Ebenso ist es ratsam, gerade an solchen „Müllplätzen“ wahrscheinlich öfters Leerungen der Container durchführen zu lassen, damit solche Bilder, wie ich sie mit meinen Verwandten vorfand, nicht Schule machen. Ähnlich geht es ja mitunter auch in den Ortsteilen zu. In Legefeld wird deshalb z. B. ab Juni wieder das „Gelbe-Säcke-System“, da wo es keine gelbe Tonne vor der eigenen Haustür gibt, eingeführt. Doch ob dadurch nicht andere Probleme auftreten, wie z. B. „guter Geruch“ im Wohnumfeld besonders in der warmen Jahreszeit? Es ist ein erstes Versuchsprojekt, zumindest bis 2015, wo dann ein neues Gesetz zur Abfallwirtschaft Einzug halten soll. Dennoch bleibt das von mir hiermit noch einmal angesprochene Problem „Mülltourismus“ leider nach wie vor eins. Petra Seidel, Legefeld
Noch keine Kommentare vorhanden