Erfurt (SPD-Fraktion Thüringen) - Frank Weber ist stinksauer. Der SPD-Abgeordnete im Thüringer Landtag hat aus der Presse erfahren, dass die Stelle des Jugendbeamten der Polizeiinspektion Sömmerda „wegrationalisiert“ werden soll.
„Ich kann nicht nachvollziehen, wie man ernsthaft erwägen kann, eine so wichtige Funktion zu streichen“, so Weber. Der Jugendbeamte organisiert zahlreiche Veranstaltungen, die der Kriminalprävention dienen und ist der polizeiliche Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer. „Von Sportveranstaltungen wie Streetball-Turnieren bis zu Aufklärungsveranstaltungen über Rechtsextremismus an Schulen, die Stelle ist enorm wichtig und dient der Vernetzung mit den Jugendlichen“, erklärt der Landespolitiker. Weber macht deutlich: „Eine Streichung der Stellen ist nicht hinzunehmen.“
Mittlerweile mehren sich allerdings die Zeichen, dass nicht nur die Polizeiinspektion Sömmerda von der Kürzung betroffen ist. Auch aus Gotha und Erfurt wurden entsprechende Informationen bekannt.
Nun hat Weber mit den SPD-Innenexperten Heiko Gentzel und Matthias Hey und dem jugendpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion Peter Metz, eine kleine Anfrage an die Thüringer Landesregierung formuliert.
Insbesondere soll geklärt werden, „wie sich die Landesregierung die Zukunft der Kriminalprävention an Schulen und die Vernetzung polizeilicher Jugendarbeit vorstellt“, erklärt
Heiko Gentzel, der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag.
Die SPD-Politiker wollen den Schulterschluss mit anderen politischen Vertretern suchen, um für den Erhalt der Stelle zu kämpfen. „Nur wer die erfolgreiche Arbeit vor Ort kennt, kann beurteilen wie wichtig eine solche Stelle ist“, schlussfolgert Weber und stellt klar: „Am grünen Tisch des Innenministers darf dies nicht entschieden werden.“