Öffnung der ehemaligen Gestapo-Zelle

Pelke zum 70. Jahrestag der Deportation: „Zukunft braucht Erinnerung!“

Thüringen (SPD_Fraktion Thüringen) - Birgit Pelke, die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, begrüßt die Öffnung der ehemaligen Gestapo-Zelle im heutigen Abgeordnetenhaus des Thüringer Landtages.

Bild anzeigen Birgit Pelke, stellvertretende Fraktionsvorsitzende © SPD-Landtagsfraktion Thüringen

„Die 1930er und 1940er Jahre, sind das dunkelste Kapitel der Deutschen Geschichte“, erklärt Pelke. „Und in dem Gebäude, in dem heute die Abgeordneten des Thüringer Landtages ihre Büros haben, war es besonders kalt.“ Vom 9. bis 11. Mai 1942 fanden die ersten Deportationen Thüringer Juden in die todbringenden Konzentrationslager statt, geplant und organisiert im heutigen Abgeordnetenhaus des Thüringer Landtages. Hier hatte das so genannte Judenreferat seinen Sitz. Hier wurden Menschen verhört, gefoltert und zum Zwecke der Deportation gefangen gehalten.

„Nein, von der Verfolgung der Juden hätten viele Deutsche nichts gewusst, aber sie hätten genug geahnt, um nicht wissen zu wollen“, mahnt die SPD-Politikerin. „Diese Mentalität des Wegsehens darf in unserem Land, nie wieder Einzug halten!“

Heute habe sich die Demokratie diesen Ort zurückerobert. Jenes Haus, in dem damals schreckliche Taten verübt wurden, ist heute Sitz des höchsten Gremiums der Demokratischen Willensbildung des Freistaates Thüringen.

„Dass der Thüringer Landtag gemeinsam mit der Jüdischen Landesgemeinde in einer Gedenkveranstaltung an die Opfer der Deportationen erinnert und die ehemaligen Haftzellen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, ist ein Grund zum Innehalten und zur Mahnung“, erklärt Birgit Pelke und fast zusammen: „Wenn sich die furchtbaren Ereignisse nicht wiederholen sollen, braucht Zukunft auch die Kraft der Erinnerung.“