Erfurt (Schülerredakteurin Laura Hofmann) - Zitiert man Tim Bendzko, so wird das Problem deutlich: „Wenn Worte meine Sprache wären“.
Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung sind nur schwer in die Welt der Hörenden integriert. Deshalb hat sich der KULTUR LAUTer STILLE e.V. zur Aufgabe gemacht, eine Brücke in der Gesellschaft zu schaffen und so beide Welten zusammen zu führen. So war der Verein auch bei der Kinder-Kult-Messe in Erfurt vor Ort. Durch kleine Übungen und Spiele in Gebärdensprache wurden erste Einblicke geboten. Nach einer Weile sind schon erste Gespräche untereinander möglich. Doch nicht nur das wird an dieser Station geboten: „SIGN-Star“-Karaoke in Gebärdensprache wurde ebenfalls freudig angenommen Die Kleineren konnten Tonfiguren aus dem Gebärdenalphabet farbig gestalten und hatten so gleichzeitig ein schönes Andenken für zu Hause. Nach jeder Teilnahme an dem Schnupperkurs der Gebärdensprache bekam jeder Besucher eine Urkunde mit dem Gebärdenalphabet. Während der Kinder-Kult-Messe waren an dieser Station nicht nur Kinder- und Jugendliche, sondern auch die Eltern beziehungsweise Erwachsenen sehr interessiert. Um die Menschen über die eigene Kultur der Gehörlosen zu informieren, finden sogar regelmäßige Vorträge und Projekte in Kindergärten und Schulen sowie Kurse an Universitäten statt. Da Lippenlesen nur zu 33 % ablesbar ist, bietet die Gebärdensprache eine wichtige Möglichkeit, mit Gehörlosen zu kommunizieren und ihre Einschränkungen zu überwinden. Außerdem macht das Erlernen der Gebärdensprache großen Spaß, wie ich auch selbst feststellen durfte. Somit liefert der KULTUR LAUTer STILLE e.V. einen großen Beitrag mit ihrem Stand und ihren Projekten.