Sensible Haut auf der Skipiste schützen

Erfurt (LAKT) - Das Thermometer zeigt Minusgrade, am Rennsteig glänzt der Schnee – Wintersportfans freuen sich: endlich geht's auf Loipe oder Piste!

Doch für Langlauf, Snowboard oder Ski alpin sollte nicht nur die Ausrüstung passen: auch die Haut muss auf Kälte, Wind und Sonne vorbereitet werden.

Thüringens Apothekerinnen und Apotheker wissen, worauf es ankommt. Winterluft ist kalt – und sehr trocken. Die Haut kann sich dagegen schlecht selber schützen, da sie bei Temperaturen unter 8° Celsius schwächer durchblutet ist, weniger Talg produziert und Feuchtigkeit nicht so gut binden kann. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen stressen sie zusätzlich. Spannungsgefühle und Sprödheit, Rötungen, Risse oder Schuppen zeigen: die Haut braucht Hilfe. Welche Pflege ist richtig?

„Für alle, die sich viel im Freien aufhalten, gilt: Finger weg von Feuchtigkeitscremes! Bei Minusgraden gefriert das in ihnen enthaltene Wasser und schadet der Haut so mehr, als es ihr nützt“, sagt Danny Neidel, Geschäftsführer der Landesapothekerkammer Thüringen. Besser sind Cremes auf Basis von Wasser-in-Öl-Emulsionen oder gleich eine wasserfreie Fettcreme. Zurückhaltung üben sollte man dagegen bei Peelings, da sie die obere Hautschicht abtragen, sowie reinigenden Masken und alkoholhaltigen Gesichtswässern: sie entziehen der Haut zusätzlich Feuchtigkeit.

Auch sehr heiße Bäder (mehr als 35° Celsius) und zu häufiges oder zu langes Duschen belasten die Haut. Da herkömmliche Seifen und Duschgels entfettend und austrocknend wirken, sind seifenfreie Syndets die bessere Wahl; auch Dusch- und Badeöle eignen sich. Nach Bad oder Dusche führen reichhaltige Bodylotions der Haut wieder wichtige Nährstoffe zu.

Unter Kälte und Trockenheit leiden häufig besonders die Hände. Den besten Schutz bieten hier Handschuhe und häufiges Eincremen mit fetthaltigen Cremes, vor allem nach dem Waschen. Sind die Hände schon rau und rissig geworden, hilft eine Cremepackung: die Hände über Nacht dick mit Handcreme einreiben und dünne Baumwollhandschuhe überziehen.

Strahlender Sonnenschein über glitzernden Schneefeldern: für Wintersportler ein Paradies, für die Haut zusätzlicher Stress. Denn im Gebirge ist die UV-Strahlung im Sonnenlicht extrem intensiv, und der Schnee reflektiert sie zusätzlich. Ausreichender UV-Schutz ist deshalb unverzichtbar; Lichtschutzfaktor 30 sollte es mindestens sein. Spezielle Sonnenschutzpräparate für den Winter enthalten mehr Fett und schützen die Haut so auch vor Kälte – der eisige Fahrtwind auf der Skipiste kann sonst zu Erfrierungen führen. Vor allem Stirn, Nase und Ohren sind anfällig für Kälte und Sonnenbrand. Doch auch die Lippen verdienen Aufmerksamkeit: „Sie sind besonders UV-empfindlich, weil ihre Haut keine Bräunungspigmente bildet“, weiß Danny Neidel. Bei Lippenpflegestiften oder -cremes wählt man deshalb am besten fettreiche Produkte mit hohem Lichtschutzfaktor oder UV-Filter.

Generell sollte man auch bei Kälte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten – nicht nur beim Sport. Denn wer viel trinkt, hilft seiner durstigen Haut auch von innen. Und mit den richtigen Schutz- und Pflegeprodukten steht dem winterlichen Sportvergnügen auch von Seiten der Haut nichts mehr im Weg.

LAKT - Thälmannstr. 6, 99085 Erfurt
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