Erlbach- und Stübnitztal (HH) – Nahe dem Hermsdorfer Autobahnkreuz, scheint ein besonders humorvolles Völkchen zu leben: Dort hat man einem Fabelwesen ein Museum voller irrationaler Exponate gewidmet und ein Führer erzählt mit stoischem Ernst von der eierlegenden Wollmilchsau.
Diese werde Mutz genannt und sei Lieferant des berühmten regionalen Bratens gleichen Namens. Das Tier sähe aus, wie es heißt, sei sehr scheu und stamme ursprünglich aus dem Altenburger Land. Als dieser Landstrich bei einer Gebietsreform in den 50er Jahren Sachsen zugeschlagen wurde, seien die schlauen Tiere alle ins Thüringer Holzland geflohen. Da wären sie, trotz einer erneuten Land-Umverteilung, bis heute geblieben. Die einheimischen Jäger hätten bald erkannt, dass die von Raubtieren und Göttern verfolgte Kreatur vom Aussterben bedroht sei. Sie gründeten deshalb den Verein der freien Mutzfänger Thüringens, der in 12 Ortsgruppen etwa 220 Mitglieder besitzt. Ihre wesentliche Aufgabe sei Hege und Pflege der einzigarten Schöpfung, wie es heißt. Probieren kann man das Fleisch – wen wundert es – gleich in der Gaststätte nebenan.
Wer denkt, so etwas kann nur Thüringern passieren, der kennt noch nicht den fränkischen Rasselbock und den bayrischen Wolperdinger.
Wir begleiten ein Gruppe "wissenschaftle Tierschützer" ins Mutzmuseum Kraftsdorf
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