Hildburghausen (wotan) - Am 5. Mai 2012 gehörte der Hildburghäuser Marktplatz ab 10.30 Uhr wieder den Bikern zu ihrem traditionellen Biker-Gottesdienst mit Auftritt der Band "Heavens Gate", Segen durch den Pfarrer und Grußworte der Staatssekretärin Inge Klan.
Biker sind keine "Schönwetterfahrer", was sie am 5. Mai 2012 unter Beweis stellen mussten, denn zum Gottesdienst gingen über Hildburghausen zeitweise kühle Regenschauer nieder.
Motorsportfreunde aus allen Teilen Deutschlands und ausländische Gäste, zwei Kräder aus Großbritannien waren in der Startaufstellung zur Ausfahrt zu sehen und ließen sich die gute Laune vom Wetter nicht verderben.
Traditionell spielte die Band "Heavens Gate" und auch den Segen des Pfarrers gab es wie jedes Jahr. Die Thüringer Staatssekretärin für Bau, Wirtschaft, Umwelt und Verkehr Inge Klan war von Nordhausen nach Hildburghausen gekommen, um den Bikern zur Saisoneröffnung Grüße zu überbringen. Sie hob hervor, dass die Bikerunion als Interessenvertreterin der Biker mit der Aktion "Gas weg" die Motorradregion Thüringen über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Sie freue sich auf ihre erste Beiwagenfahrt und endete mit: "I see you on the road."
Vor der Ausfahrt gab es von den Organisatoren noch Hinweise zur Abschlusstour. Über etwa 50 Kilometer ging es durch das Hildburghäuser Unterland.
Die Biker sollten keine Lücken lassen und auf gleichmäßige Geschwindigkeit achten. Die Warnblinkanlagen waren nur den Ordnern vorbehalten.
Ein Veteran im Kräderpulk war ein AWO-Gespann aus den Suhler Simson-Werken: Baujahr 1960, 247 Kubikzentimeter, 12 PS, 140 Kilogramm Eigengewicht und 300 Kilogramm Nutzlast.
Die Polizei führte den Konvoi mit einem Streifenwagen an, in dem der Leiter der Polizeiinspektion Hauptkommissar Gnepper und der Leiter der Verkehrspolizei Hauptkommissar Funk mitgefahren sind.
Leider wurde die Ausfahrt von einem tragischen Unfall überschattet. In Steinfeld stürzte ein Honda-Kradfahrer auf regennasser Fahrbahn nach einer Kollision mit einem stehenden PKW und rutschte auf die Fahrbahn zurück. Während der 40-jährige Fahrer nur leichte Blessuren erlitt, verletzte sich seine gleichaltrige Sozia so schwer am Kopf, dass sie im Krankenhaus verstorben ist.
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