Katja Urhahne, Geschäftsführerin Studienfonds OWL, Karsten Böddeker, Stipendiat und Michael Stolte, Geschäftsführer GfW
© Foto: privatHöxter/Paderborn (oz) - „Der Fachkräftemangel ist für strukturschwache Regionen wie den Kreis Höxter besonders problematisch. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Nachwuchskräfte zu fördern und sie für unsere Unternehmen zu gewinnen. Eine Kooperation mit der Stiftung Studienfonds OWL ist für kleinere und mittelständische Unternehmen in diesem Zusammenhang ideal", erklärt Michael Stolte, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter.
Zusammen mit Katja Urhahne, Geschäftsführerin der Stiftung Studienfonds OWL, stellt er das Förderprogramm vor. Der Studienfonds OWL ist eine von den fünf Hochschulen der Region getragene Stiftung, die leistungsstarke Studierende per Stipendium fördert. Die Stipendien werden finanziert durch Spenden von Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen. Der Mehrwert für Unternehmen dabei ist klar: Durch die Kooperation mit der Stiftung Studienfonds OWL können sich Unternehmen sozial engagieren und eine wichtige Investition in Bildung leisten. Vor allem aber ist das Engagement eine interessante Möglichkeit, talentierte und motivierte Studierende kennenzulernen und sie für das Unternehmen zu gewinnen.
Dank des neuen „Deutschlandstipendien-Programms", das die Bundesregierung 2011 ins Leben gerufen hat, kostet junge Talente fördern jetzt nur noch halb so viel: 1.800 Euro gibt der Förderer pro Jahr und Stipendiat, 1.800 Euro gibt der Bund. Der Studierende erhält ein Stipendium in Höhe von 3.600 Euro/Jahr. „Selbstverständlich ist der Beitrag des Förderers als Spende absetzbar", betont Urhahne. Um die vom Bund zur Verfügung gestellten Fördergelder ausschöpfen zu können, ist die Stiftung auf viele bereitwillige Spender und Förderunternehmen angewiesen. An die 90 Unternehmen, Kommunen und Institutionen aus ganz OWL beteiligen sich bereits an der Initiative. Die meisten der fördernden Unternehmen kommen aus Bielefeld, Paderborn, Detmold und Gütersloh.
„Es besteht für interessierte Förderer und Unternehmen noch bis September die Möglichkeit, in diesem Jahr einzusteigen und erstklassige Studierende zu fördern," so Urhahne. Derzeit werden 1.000 meist hochkarätige Bewerbungen überprüft und ausgewertet.
„Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung unterstützt die Hochschulinitiative Studienfonds OWL aus voller Überzeugung. Den Mehrwert haben bisher hauptsächlich Unternehmen aus den übrigen OWL-Kreisen erkannt. Es wird Zeit, dass der Kreis Höxter hier aufholt", erklärt Stolte. „Eine Kooperation mit dem Studienfonds ist gerade auch für die Unternehmen in unserem Kreis - neben der Ausbildung von Dualen Studierenden und Auszubildenden - ein zusätzliches Instrument, Nachwuchskräfte zu binden." „Und das mit Erfolg", fügt Katja Urhahne hinzu. Erste Stipendiaten seien nach erfolgreichem Studienabschluss bereits in Förderunternehmen eingestiegen.
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