1.000 Euro durch die Town & Country Stiftung

Förderung des „Regenbogen-Teams“

Brakel (ozv) - Das Regenbogen-Team der Hospizgruppe Brakel e.V. führt drei Trauerbegleitungs-Durchgänge im Jahr durch.

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Rita Tensi (Vors. der Hospizgruppe Brakel) nahm den Scheck der T&C Stiftung gerne entgegen.

© Foto: Hospizgruppe Brakel

Ziel dieses Projekts ist es, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, wenn der Verlust eines geliebten Menschen, meist eines Elternteils, durch Erkrankung, Unfall oder Suizid, eingetreten ist. Im Schnitt nehmen acht bis zehn Kinder in einem Durchgang teil. Für dieses Projekt erhält die Hospizgruppe eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro von der Town & Country Stiftung.
Die Regenbogen-Trauergruppe hilft Kindern und Jugendlichen, den Umgang mit der Trauer und mit sich selbst zu lernen. Wenn Kinder den Verlust in ihrer Kindheit durch ausgebildete Trauerbegleiter gut verarbeiten können, verringert sich das Risiko, im Erwachsenenalter durch unverarbeitete Verluste zu erkranken.
Nach einem Kennenlerngespräch mit den Kindern und den Erwachsenen, die mit der Hospizgruppe Brakel in Kontakt treten, wird eine feste Gruppe zusammengestellt. Die Trauerarbeit ist in neun Module gegliedert, die aufeinander aufbauen. Am Ende findet eine Auswertung statt und ein angemessener Abschluss in der Gruppe. Die Arbeit der Trauergruppe wird aus Spendenmitteln finanziert. Diese sichern die Aus- und Fortbildungen der ehrenamtlich tätigen Kindertrauerbegleiter und die Kosten für Bastelmaterial. Besonders Kinder profitieren von künstlerischen und kreativen Angeboten.
Vielen Kindern und Jugendlichen reicht ein Durchgang bei der Regenbogen-Trauergruppe aus, um ihren weiteren Lebensweg gehen zu können. Andere Kinder und Jugendliche befinden sich parallel in psychotherapeutischer Behandlung. Die Regenbogen-Trauergruppe stellt hierbei eine sinnvolle und wichtige Ergänzung zur bereits vorhandenen Therapie dar. Auch im Regenbogen-Team engagieren sich Therapeuten, sodass im Bedarfsfall nicht nur eine Trauerbegleitung, sondern auch psychotherapeutische Interventionen stattfinden können. Das unterscheidet „Regenbogen“ von vielen anderen Kindertrauergruppen. Das schönste Kompliment, das ein Kind am Ende der neun Stunden machen kann, ist, dass es wiederholen möchte „weil ich hier so gerne bin und mir das gut tut!“. Natürlich sind diese Kinder auch ein weiteres Mal willkommen. Trauer ist schließlich kein akuter Zustand, sondern ein langer Prozess, den die Regenbogen-Gruppe kompetent begleiten kann.
Stiftungsbotschafter Andreas Kropp würdigte, stellvertretend für die Town & Country Stiftung, das unermüdliche Engagement aller Mitarbeiter der Regenbogen-Trauerbegleitung: „Die Trauer ist eine große emotionale und auch körperliche Last. Man sollte sie nicht allein durchstehen müssen. Vor allem Kinder wissen oft nicht ihre Gefühle zuzuordnen und auszudrücken. Deswegen ist die Arbeit der Hospizgruppe so wichtig.“
Die Town & Country Stiftung wurde 2009 von Gabriele und Jürgen Dawo gegründet und hat es sich zunächst zum Ziel gesetzt, unverschuldet in Not geratenen Bauherren und deren Familien zu helfen. Erweitert wurde die Stiftungstätigkeit durch den jährlich verliehenen Stiftungspreis, welcher gemeinnützige Einrichtungen unterstützt, die sich für sozial benachteiligte, kranke oder behinderte Kinder und Jugendliche einsetzen.
In diesem Rahmen werden bundesweit 500 gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit jeweils 1.000 Euro gefördert. Zusätzlich wird ein herausragendes Projekt pro Bundesland mit einem zusätzlichen Förderbetrag von je 5.000 Euro prämiert. Diese finale Auszeichnung findet im Rahmen der Town & Country Stiftungsgala im Herbst 2020 statt. Weitere Informationen zur Town & Country Stiftung finden Sie unter: www.tc-stiftung.de

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