Weimar (LAKT) - Am 22. und 23. Juni 2012 lädt die Landesapothekerkammer Thüringen (LAKT) die Thüringer Apothekenteams zum größten Fortbildungskongress des Jahres nach Weimar ein. Bereits zum 4. Mal konnte die LAKT wieder sehr namhafte Referenten aus ganz Deutschland für diese besondere Veranstaltung gewinnen. „Die ZetA-Akademie ist mehr als eine Fortbildung. Natürlich stehen kollegialer Austausch und berufliches Weiterkommen auch während der Akademie an erster Stelle. Gleichzeitig wollen wir aber auch Mut machen und bei den Teilnehmern wieder die Freude am eigenen Beruf wecken, denn das erscheint uns dringend geboten. Deswegen wagen wir immer einen Blick über den Tellerrand. Und so wird es auch diesmal sein“, verspricht Geschäftsführer Danny Neidel.
Besonders gespannt dürfen die Teilnehmer dabei auf den Akademie-Auftakt am Freitag, den 22. Juni sein. Unter dem Motto „Ohne Gewalt die Welt verändern“ wird der ehemalige Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche Christian Führer den Kongress mit seinem Festvortrag eröffnen. Der Theologe steht wie kein anderer für die Friedensgebete, die während der friedlichen Revolution in der DDR eine ganz entscheidende Rolle spielten. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, Christian Führer für unsere Akademie zu begeistern. Wenn jemand weiß, wie scheinbar aussichtslose und zweifellos gefährliche Situationen zu meistern sind, dann ist er es. Dass er Menschen begeistern und Denkanstösse geben kann, hat er mehr als bewiesen. Und die Apotheker dürfen sich auf einen Insider freuen, denn Herr Führer hat familiär bedingt direkten Einblick in das aktuelle deutsche Apothekenwesen“, so Neidel.
Auch der sich anschließende Plenarvortrag „Gibt es neue innovative Arzneimittel aus Europa?“ von Professor Manfred Schubert-Zsilavecz mit anschließender Diskussion verspricht äußerst spannend zu werden. Dass Gesundheit in hohes Gut ist, darin sind sich alle am Gesundheitssystem Beteiligten einig, nur was uns ein stabiles und innovatives System tatsächlich wert sein darf, darin gehen die Meinungen doch erheblich auseinander. Heparinskandal, Generika zu Dumpingpreisen, keine Antibiotikaherstellung mehr in Europa – sieht so ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem aus? Vertreter aus dem Bundesgesundheitsministerium, der forschenden Industrie, den Krankenkassen, der pharmazeutischen Wissenschaft und den Thüringer Standesorganisationen sind eingeladen, ihre Antworten und Lösungen aufzuzeigen und mit den Teilnehmern zu diskutieren.
Am zweiten Tag stehen berufsgruppenspezifische Seminare auf dem Programm. Die Teilnehmer können ihr Fachwissen auf den Gebieten pharmazeutische Praxis, Recht und Apothekenmanagement auf den neuesten Stand bringen. Zu den Referenten gehören unter anderem der Geschäftsführer Recht der ABDA Lutz Tisch und Frau Dr. Hiltrud von der Gathen. Aus den Erfahrungen der vorangegangenen drei Akademien rechnet die Landesapothekerkammer mit 400 Teilnehmern. „Uns liegen bereits zum heutigen Zeitpunkt zahlreiche Anmeldungen vor“, informiert Neidel.
Das große Fortbildungsinteresse der Apotheker kommt nicht von ungefähr. Die im Pharmaziestudium erworbenen Kenntnisse über Arzneimittel und Pharmakotherapien sind innerhalb von 5 bis 10 Jahren überholt. Konsequenter Weise gehört die ständige, nachweisbare Fortbildung zur Pflicht jedes Apothekers während seiner gesamten Berufstätigkeit. Hinzu kommen veränderte Gesetzgebungen wie das neue Apothekenrecht und Arzneimittelrecht. „Jeder Apotheker muss die jeweils aktuelle Gesetzeslage kennen und täglich umsetzen”, erklärt Neidel und schlussfolgert: „Das unbegrenzte Vertrauen der Kunden in die Institution Apotheke wird letztlich auch durch diese hohen Qualitätsanforderungen für den Apothekerberuf gerechtfertigt.”
Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit stehen für Interessierte im Internet unter www.zeta-akademie.de bereit.
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