Skulpturen in Jena Paradies aufgestellt

Zum Glück im Unglück im Paradies gelandet

Jena (Dr. Al-Kuwaiti) - Vom Klinikum in Lobeda Ost zum Paradies an der Saale wurden drei Skulpturen gebracht. Ja haben sie richtig gehört liebe Leserinnen und Leser von dtoday.

Bild anzeigen Zum Glück im Unglück im Paradies gelandet © Dr. Mohammed Al-Kuwaiti

Es war noch zur Zeit der DDR das Krankenhaus in der Bachstrasse, genannt „Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität“. Weil sie auch Platz brauchten für die Forschung und für die praktische Arbeit der Medizinstudenten wurde der Bedarf immer größer. Zunächst hatten sie ein Ambulatorium für Neulobeda gebaut und später gegenüber das neue Klinikum.
Aber der Klinik-Komplex in der Bachstraße blieb bis zur Wende das Hauptklinikum. Nach der Wende versuchte die Stadt Jena das Klinikum in Lobeda zu erweitern und zu sanieren. Neue Abteilungen wurden eröffnet in welche verschiedene Gelder geflossen waren, aus dem eigenen Quellen, der Kommune, dem Land und dem Bund. Das Wichtigste war, dass im neuen Lobedaer Klinikum ein Herz-Zentrum für Jena möglich wurde. Die Zahl der Betten für die Kranken und das Personal wurde verdoppelt. Es wurde zum wichtigsten Klinikum für die Region.
Das Klinikum liegt im Herzen von Neulobeda. Zwischen der Lobdeburg, der Erlanger Allee und Drakendorf. Aber mit dieser Erweiterung kamen auch Nebenwirkungen. Mit seinem wachsenden Bedarf nahm das Klinikum mehr und mehr Territorium ein. Ringsherum waren Gartenanlagen die das Krankenhaus als Baugrund bekam und es gab ein kleines Wasserbecken, welches verschwand. Mit jedem Jahr wurden neue Stellplätze gebaut.
Dass Klinikum kletterte nach allen Richtungen bis hin zur Drackendorfer Straße. Was gab es da für Exotischen Bäume und Pflanzen. Auch sie verschwanden. Dann standen vor dem Eingang des Klinikums fünf weiße Steinfiguren. Sie sahen sehr schön aus und es war ein Rätsel für die Besucher, was sie wohl darstellen mögen. In meiner Fantasie zeigen diese Figuren die Meditation oder Chinesische Heilung.
Mich führte mein Weg täglich zur Stadtmitte. Ich wohne ja genau gegenüber vom Klinikum in der Drackendorfer Straße. Ich blicke oft zu meiner geliebten Lobdeburg. So viele Schönheiten gibt es rund um das Klinikum. Vor allem die Hubschrauber fliegen Tag und Nacht.
Aber wenn man jetzt hinschaut, sieht man auf der ersten Hälfte nur die Krankenhausgebäude und auf der zweiten Hälfte die Stellplätze - mit Blech gefüllt statt mit Bäumen. Aber ein Jahr ist vergangen und noch immer herrscht Ruhe vor dem Klinikum mit den Stellplätzen. Und man weißt nicht wie es weitergeht. Es gibt keine Tafel von einem Bauvorhaben auf der man sich darüber informieren könnte, was sie machen werden. Auch weiß niemand bescheid. Es bleibt uns nur zu spekulieren.
Dann fragte ich zufällig eine Frau die bescheid wusste was hier geplant ist und sie erzählte mir eine noch bösere Überraschung. Sie bauen eine Tiefgarage, Geschäfte und andere Einrichtungen. Ich habe keinen Kommentar dazu.
Nur Schweigen ist Gold und das habe ich gefunden. Ich laufe bei der Saale über die Paradiesbrücke. Dort läuft seit vorigem Jahr die fleißige Arbeit auf Hochtouren. Da hat man die Sporthallen saniert, einen neuen Fußweg und eine Brücke über die Saale gebaut, dann die Gasleitung erneuert und neue Toiletten gebaut. Da sehe ich schließlich mit klopfendem Herzen die fünf zufällig, die ich ganze Zeit gesucht hatte. Die weißen Skulpturen stehen verteilt auf dem besten Platz, blicken zur Saale auf der einen Seite und auf der anderen zur Knebelstraße am Paradiesbahnhof. Die Arbeiter waren fast fertig als ich kam. Also sind die Figuren nicht gestorben und verdorben, sondern bekamen den besten Platz für ihr zweites Leben im Paradies. Ich habe gleich alle fotografiert, um festzuhalten wie dieses Leben im Paradies aussieht. Also bin ich noch glücklicher geworden, nachdem ich alle Skulpturen sah.




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