Wie wird in Deutschland gebaut?

Japanische Unternehmer besuchten Firmen im Saale-Holzland-Kreis

Bürgel (anw) – Eine Gruppe japanischer mittelständischer Unternehmer und Selbstständiger besuchte in der vergangenen Woche Firmen im Saale-Holzland-Kreis. Die elf Gäste aus Tokio und Umgebung informierten sich insbesondere über alternative Bauformen und Energienutzung.

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Die Gruppe japanischer Unternehmer besuchte auch die Komfortwohnanlage für Senioren in Bürgel. Links Henrike Köber, die die Reise initiiert hatte.

© Foto: anw

Die Reise in die Bundesrepublik mit den Stationen Frankfurt/a.M., Bad Sulza, Weimar und abschließend Berlin war organisiert worden von Henrike Köber, Geschäftsführerin der Komfortwohnanlage für Senioren in Bürgel.

„In Japan wird aufgrund der Erdbebengefahr anders gebaut als in Deutschland“, berichtete Unternehmensberater Hiroshi Nakano. Da die Bauvorschriften in Sachen Erdbebenabwehr ständig erhöht werden würden, spiele aus Kostengründen die Frage des Energieaufwandes beim Wohnen bislang eine untergeordnete Rolle. „Das wird schon ein Problem“, sagte Nakano. Vor allem, weil die klimatischen Bedingungen in Japan sehr viel Aufwand für die Kühlung der Häuser und Wohnungen erforderten. Dabei seien die Bauunternehmen, Ingenieure und Architekten durchaus offen für neue Technologien. Das sei schließlich ein riesiger Markt. Rund 60 Prozent der 120 Millionen Einwohner Japans würden in eigenen Häusern leben. Bauflächen seien begrenzt, die Mehrzahl der Menschen lebe in Küstennähe, daher seien die Baukosten relativ hoch.

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