Eisenach (Heilemann) - Direkt vom Podium über das Landestheaters eilte sie zu den Senioren des BRH, die längst aus der Presse wissen, wo sie sich überall einmischt und kümmert.
Vor allem gehört ihr noch junges Herz Eisenach, seinen Bewohnern, besonders den Kindern, aber auch den Alten und Behinderten. Die jetzt 36-jährige Mutter von zwei Kindern ist seit 1999 Mitglied des Thüringer Landtages, seit 2004 auch Eisenacher Stadträtin. Dadurch ist sie mit all den heutigen Problemen der Stadt und des Landkreises bestens vertraut und hat klare Vorstellungen über notwendige und realistische Veränderungen. Neben einem anderen Politikstil im Rathaus kommt es ihr v auf mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung, Aktivität und Entschlossenheit an. Statt auf Segnungen von oben zu warten, inzwischen Missstände und Armut nur zu verwalten, sollten gemeinsam Lösungen gesucht und durchgesetzt werden. In diesem Sinne ging Frau Wolf auf die zahlreichen besorgten, auch empörten Anfragen und Meinungsäußerungen ein, welche nicht nur die unsinnige Kreisfreiheit betrafen, sondern insbesondere Vernachlässigung und Verfall einstiger Stärken der Stadt auf sportlichem, kulturellem, schulischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet, wie auch die fehlende Attraktivität für Besucher. Als Jugendliche erlebte Frau Wolf in Erfurt die dramatischen gesellschaftlichen Umbrüche nach der misslungenen Wiedervereinigung Deutschlands. Das hat sie politisiert und bestimmt bis heute ihr Leben. Ihr Mann macht ihr das möglich. Ihr bescheidenes, aber bestimmtes Auftreten, die gezeigte Kompetenz, ihre Ehrlichkeit und die soziale Einstellung fanden großen Anklang.
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