Erfurt (mg) - Am 25. November wurde in der Thüringer Staatskanzlei der Thüringer zum achten mal der Architektur-Staatspreis 2010 vergeben.
Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Dr. Marion Eich-Born (l.) verlieh den Thüringer Architektur-Staatspreis 2010 an die Architekt Junk & Reich aus Weimar.
© Foto: Matthias Gränzdörfer
Als „richtungsweisend für den Umgang mit der Sanierung und Ergänzung historischer Gebäude" wertete der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, den architektonisch gelungenen Wiederaufbau der Bibliothek im Erfurter Augustinerkloster. Der vom Weimarer Architekturbüro Junk & Reich entworfene Bau wurde heute mit dem Staatspreis für Architektur und Städtebau 2010 ausgezeichnet. Drei weitere Bauvorhaben in Weimar, Kahla und Zeulenroda würdigte Staatssekretärin Dr. Marion Eich-Born durch die Verleihung von Anerkennungen. „Die Architekten der Klosterbibliothek haben mit modernen Gestaltungsmitteln und neuester Gebäudetechnik und Baumaterialien eine Antwort gegeben auf die notwendige Wiederherstellung der historischen Bausubstanz, die aber auch die Anforderungen an die heutigen Nutzungen des Klosters erfüllt", interpretierte Bauminister Carius die Entscheidung der Jury. „Die Landesregierung legt großen Wert darauf, dass sich kulturelles Bauerbe und moderne Architekturlandschaft in Thüringen ergänzen. Der Freistaat ist mit historischer Bausubstanz reich gesegnet, aber auch Neubaumaßnahmen setzen signifikante Zeichen. Die Mischung qualitativ anspruchsvoller Architektur aus Vergangenheit und Moderne stellt einen wesentlichen Beitrag für eine hohe Baukultur in Thüringen dar", sagte Carius. Die Preisvergabe des Thüringer Staatspreises für Architektur und Städtebau 2010 zeige deutlich, dass insbesondere die Thüringer Architekten auf die Anforderungen, die sich durch die demografische Entwicklung und die neuen energetischen und technologischen Anforderungen ergeben, gut vorbereitet sind. „Die Verknüpfung von demografischem und energetischem Wandel wird auch im Mittelpunkt unseres Konzeptes zur Vorbereitung der Internationalen Bauausstellung stehen, die uns zum 100. Jubiläum der Gründung des Bauhauses im Jahr 2019 führen soll", kündigte Minister Carius an. Mit Anerkennungen wurden eine Seniorenwohnanlage in Kahla des Weimarer Architekten Jörg Lammert, ein Industrieneubau der Glatt Ingenieurtechnik in Weimar des Architekturbüros Junk & Reich sowie die Neugestaltung des Tuchmarktes in Zeulenroda durch das Kölner Büro Club L94 Landschaftsarchitekten ausgezeichnet. „Die zum Wettbewerb eingereichten Arbeiten werden demnächst in Ausstellungen an Thüringer Hochschulen zu sehen sein. Damit wollen wir bei jungen Leuten auch für den Beruf des Ingenieurs, Architekten oder Landschaftsarchitekten werben", erklärte Staatssekretärin Eich-Born. „Für deren Ausbildung bieten wir in Thüringen hervorragende Möglichkeiten – beispielsweise an der Bauhaus-Universität Weimar oder der Fachhochschule Erfurt. Hochqualifizierter Nachwuchs ist erforderlich, um die Qualität einer zukünftigen Baulandschaft in Thüringen zu sichern", so Eich-Born weiter. Mit der Preisverleihung fand der achte Wettbewerb des Freistaats um die besten Gebäude und städtebaulichen Strukturen und Freianlagen im öffentlichen Raum seinen feierlichen Abschluss. Die Preisgerichtssitzung fand unter Teilnahme des Bauministers am 1. September 2010 statt. Die Jury unter Vorsitz des Rektors der Bauhaus-Universität, Professor Dr.-Ing. Gerd Zimmermann, lobte das durchweg hohe Niveau aller eingereichten Arbeiten. Dies habe die Auswahl des Preisträgers nicht leicht gemacht.
Thüringer Architektur-Staatspreis 2010 vergeben
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