Ausstellungseröffnung im Museum im "Stern"

"Colorcode" von Joachim Ickrath

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Rainer Mues, Vorsitzender des Museumsvereins.

© Foto: Sürder

Warburg (wrs) - Am Sonntag, dem 26. Januar 2020, wird um 11.00 Uhr im Warburger Museum im „Stern“ die Ausstellung „Colorcode“ eröffnet. Präsentiert werden 33 Arbeiten von Joachim Ickrath. „Die künstlerische Tätigkeit ist das Ganz-Andere. Letztlich geht es in der Kunst um die Suche nach dem Unbekannten, um die Erweiterung des Bewusstseins und des Wissens auf verschiedenen Ebenen." So lautet sein Leitmotiv.

Joachim Ickrath lebt als freischaffender Künstler in Völklingen und zeigt in Warburg, dem Wohn- und Schaffensort seines Sohnes Sebastian, eine Serie teils bisher unveröffentlichter Werke, die in den letzten Jahren entstanden sind.
Das umfangreiche Werk des 1940 in Berlin geborenen Malers und Grafikers ist bestimmt durch klare Strukturen, durch präzise definierte Farbigkeit, durch ausgewogene Flächen- und Raumdispositionen, die auf mathematischen Systemverfahren der geometrischen Progression basieren. Inspiriert ist diese künstlerische Haltung vom Konstruktivismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als streng gegenstandslose, sehr reduziert-geometrischen Stilrichtung der Klassischen Moderne.
Während seines Studiums an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel erhielt er entscheidende Impulse von den Schweizer Konstruktivisten Camille Graeser und Richard Paul Lohse, die sein künstlerisches Wirken nachhaltig prägten.
Seit den 1960er Jahren thematisiert Joachim Ickrath ordnungsgebundene Gestaltungssysteme in einfachen geometrischen Formationen und gewinnt aus der reichen Variation von Farb- und Formkorrelationen in seinen Bildern eine vielgestaltige Lebendigkeit mit hoher ästhetischer Suggestivkraft.
„Die Geometrie ist das, was bleibt!“. Diesen Satz von Platon hat Joachim Ickrath zum Leitspruch seiner konstruktivistischen Kunst, die im Spannungsbogen zur geometrischen Form steht, gemacht. Seine Werke zeigen klare Strukturen. Hinzu kommen klar abgegrenzte Farbfelder. Oft werden Elemente wiederholt und dabei verändert. Zusammentreffende Linien erzeugen beim Betrachter Räume und geraten in Bewegung.
1966 war Ickrath Mitherausgeber der Kunstzeitschrift „ZAAZ", die das Ziel hatte, die monatlich entstandenen Arbeiten direkt zu publizieren. Von 1970 bis 1981 unternahm er zahlreiche Studienreisen in Europa, Asien und Amerika. Während eines zweijährigen Aufenthalts in Indien beschäftigte er sich mit indischen Religionen und Philosophien. Die intensive Auseinandersetzung mit der indischen Religion (Krishna - Bewußtsein) strukturierte Ickraths Denken. Als Suchender und Lernender hat er sich mit der Sprache, der Mythologie, den umfangreichen Versepen und Spruchsammlungen vertraut gemacht - eine Denkweise, die seitdem sein Leben und seine Arbeit prägt.
Die Gäste der Ausstellungseröffnung wird Rainer Mues, Vorsitzender des Museumsvereins, begrüßen. Im Gespräch mit dem Künstler führt er in die Ausstellung ein. Die musikalische Umrahmung hat Evelyn Reger übernommen. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 1. März 2020. Aus Anlass der Ausstellung ist ein Katalog im Farbdruck im Umfang von 48 Seiten zum Preis von 10,00 € aufgelegt worden

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