Altenberga (sho) - Der Baumlehrpfad der Gemeinde Altenberga wurde um eine Elsbeere ergänzt. Landrat Andreas Heller und Altenbergas Bürgermeister Michael Schmidt haben auf dem Pfad zwischen den Ortsteilen Altendorf, Greuda und Altenberga gemeinsam den Baum des Jahres 2011 angepflanzt.
Landrat Andreas Heller (r.) und Bürgermeister Michael Schmidt griffen zum Spaten und brachten am Baumlehrpfad der Gemeinde Altenberga eine Elsbeere in die Erde.
© Foto: sho„Jedes Jahr wird ein anderer Baum des Jahres gekürt", sagte Dieter Senf, Gemeinderatsmitglied und Chef der Agrargenossenschaft Schöps. „Die Elsbeere ist eine recht unbekannte Baumart."
Sorbus torminalis, so der lateinische Name, gehört zu den Rosengewächsen. Der Baum kann innerhalb eines Waldgebiets eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen. Im Frühjahr fällt die Elsbeere durch ihre weißen Schirmrispen und im Herbst durch die scharlachrote Laubfärbung auf. Ihr Holz ist rotbraun gefärbt und sehr wertvoll. „Es wurde 1900 zur Weltausstellung in Paris zum wertvollsten Holz der Welt gekürt", informierte Senf. Und auch heute noch sei das Holz sehr teuer. „Bei Auktionen werden Preise bis 7.000 Euro pro Festmeter bezahlt", so Senf. Verwendet wird das Holz der Elsbeere für exklusive Möbel und Musikinstrumente. Die Früchte des Baumes dienten schon im frühen Mittelalter zur Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen. Daher stammt auch der Beiname „Ruhrbirne".
„Mittlerweile wurde auch die schönste Elsbeere Thüringens ausgezeichnet", berichtete Senf. „Sie soll in der Nähe von Rabis stehen. Wir bestreiten das hartnäckig. Die für uns schönste Elsbeere steht im benachbarten Schirnewitz."
Es ist das zweite Mal, dass auf dem Baumlehrpfad ein Baum des Jahres gepflanzt wurde. 2001 kam hier eine Esche in die Erde. „Die Elsbeere wertet unseren Lehrpfad weiter auf", freute sich Schmidt. 80 verschiedene Laubbäume stehen hier auf 1,2 Kilometern. Um den Pfad, der auch als Wanderweg dient, zu vervollkommnen, sollen weitere insgesamt 59 Bäume angepflanzt werden, darunter mehrere Rotahornbäume, dornenlose Lederhülsenbäume, Urwaldmammutbäume, Traubenkirschen sowie verschiedene alte Apfelsorten.
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