Hildburghausen (wotan) - Am 26. April 2012 empfing Landrat Thomas Müller Pädagogen aus Frankreich, Italien, Spanien und der Türkei, die im Rahmen der Festwoche des Gymnasiums in Hildburghausen weilten und erklärte ihnen unseren Landkreis.
Landrat Thomas Müller hatte etwa 20 Lehrer aus vier Ländern, die im Rahmen des Comenius-Projektes anlässlich der Festwoche zum 20-jährigen Bestehen des Gymnasiums Georgianum in Hildburghausen weilten, zu einem Gespräch eingeladen.
Zunächst stellte er sich kurz vor, er sei 18 Jahre Landrat und am letzten Sonntag für weitere sechs Jahre wiedergewählt worden.
Der Landkreis Hildburghausen hätte etwa 67.000 Einwohner, wäre 937 Quadratkilometer groß, mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 77,00 Euro nahezu schuldenfrei und könne auf eine Arbeitslosenquote von ungefähr 5,5 Prozent verweisen, welche unter dem Bundesdurchschnitt liege.
Der Landkreis wäre Schulträger, verantwortlich für den Straßenbau, für Jugend und Soziales, die Abfallwirtschaft, das Veterinär- und Gesundheitswesen, das Bauwesen, die Jagd und Fischerei, unterhalte eine Führerscheinstelle und regele alle ordnungsrechtlichen Fragen außerhalb der Polizei.
Im Landratsamt Hildburghausen wären etwa 250 Mitarbeiter beschäftigt, welche bis auf die Außenstellen wie Musikschule oder Museen, alle im Objekt Wiesenstraße arbeiten. Zur medizinischen Versorgung arbeite der Landkreis mit drei weiteren Landkreisen (einer in Thüringen und zwei in Bayern) zusammen. Auch touristisch habe der Landkreis Hildburghausen einiges zu bieten. Im Norden wäre der Rennsteig insbesondere im Winter ein beliebtes Urlaubsziel. Zwei Burgen, die Bertholdsburg in Schleusingen und die Veste Heldburg seien über die Grenzen Thüringens hinaus bekannt. Die Veste Heldburg werde ab 2015 das Deutsche Burgenmuseum beherbergen, welches sich die Gäste dann unbedingt ansehen müssten. Bis zur Wende sei der Landkreis Hildburghausen Grenzgebiet zu Bayern gewesen mit Minen und Stacheldraht.
In der Diskussion wollten die Pädagogen wissen, wie oft man zum Landrat gewählt werden könne, ob der Landkreis auch für die Lehrpläne zuständig sei, wie viel Schuljahre zum Abitur führen, welche Sozialleistungen der Landkreis aufbringe und wie seine wirtschaftliche Struktur aussehe.
Thomas Müller beantwortete alle Fragen umfassend und zum Abschluss trugen sich die Pädagogen ins Gästebuch des Landratsamtes ein.
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