Meiningen (HH) – Am vergangenen Wochenende fanden die letzten Vorstellungen von Hofmannsthals berühmtestem Theaterstück auf der Freilichtbühne im Englischen Garten statt. Glatzeder, bekannt besonders aus dem DEFA-Film „Paul und Paula", hatte Regie geführt und die Hauptrolle gespielt.
8 mal, den ganzen Juli durch, war das alegorische Spiel vom Sterben eines reichen Mannes zu sehen gewesen. Obwohl das nasskalte Wetter den Aufführungen arg zugesetzt hatte, lobten Kritiker Inszenierung, Darsteller und das Open-Air-Theater überschwänglich. Der Regen passte aber zu diesem an die spätmittelalterlichen Mysterienspiele angelehnten Bühnenstück. Glatzeder schien mit verlaufener Schminke zu Höchstform aufzulaufen. Er hatte im vergangenen Jahr bei den Jedermann-Festspielen im Berliner Dom den Hauptdarsteller gegeben und war mit diesen Erfahrungen nun nach Meiningen gerufen worden.
100 Jahre hat das Spektakel bereits auf dem Buckel. Hugo von Hofmannsthal hatte es 1911 im Berliner Zirkus Schumann unter der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt. Seit 1920 wird es jedes Jahr neu bei den Salzburger Festspielen inszeniert.
Der Intendant des Meininger Theaters, Ansgar Haag, will mit den aufwendigen Freiluft-Aufführungen im Park hinter dem Theater einen Ersatz für die seit 2 Jahren laufende Rekonstruktion des Großen Hauses schaffen.
Winfried Glatzeder hat mit seinen 66 Jahren in über 100 Theaterstücken und Filmen mitgespielt. Im Interview (Siehe Deutschland-Today-Video) bekannte der große Mime, dass er keine Kariere-Planung betreibt. In seinem Alter und bei seinem Zigarettenkonsum müsse man für jeden weiteren Tag dankbar sein.
Winfried Glatzeder beendet Gastrolle in Meiningen
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