Gedenken an die Opfer

67. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora

Erfurt/ Weimar (lm) - Am 11. April vor 67 Jahren befreiten die Alliierten die Gefangenen im Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora.

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Rote und weiße Rosen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

© Foto: lm

Zum Gedenken an die Opfer der beiden KZ legten Hinterbliebene, Angehörige und Anteilnehmende auf dem ehemaligen Appellplatz Kränze und Blumen nieder. Der Verwaltungsdirektor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora, Walther Mönch, begrüßte die circa 100 Anwesenden und mahnte das Vergessen des Schreckens: „Was der Tag für eine Bedeutung für die ca. 20.000 überlebenden Häftlinge gehabt hat, lässt sich für uns nicht erfassen. Was wir tun können ist an diesem Tag innezuhalten und an die 56.000 Menschen zu erinnern, die dieser Hölle nicht entrinnen konnten.“
Um 15.15 Uhr wurde zum Gedenkrundgang im ehemaligen Häftlingslager geladen, um das Grauens des Naziregimes nachvollziehbar zu machen und zu erinnern. Denn am 11. April um 15.15 Uhr wurde über die Lautsprecher verkündet „Kameraden wir sind frei“, berichtete Walther Mönch. An sechs Stationen im ehemaligen KZ wurde gestoppt. Dort lasen Studenten Tatsachenberichte der Gefangenen vor, was diese erlebt und gesehen hatten. Am Gedenkstein für sowjetische Kriegsgefangene, am Denkmal der ermordeten Sinti und Roma, am „Kleinen Lager“, am Jüdischen Mahnmal sowie am Gedenkstein für die Opfer des polnisch-jüdischen Sonderlagers und am Krematorium legten die Besucher der Gedenkveranstaltung weiße und rote Rosen nieder.
Am Sonntag, den 15. April, findet in der Gedenkstätte Buchenwald eine größere Gedenkfeier statt. Außerdem werden sich deutsche Überlebende und Angehörige treffen. Am 16. April wird in der KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora, der ehemaligen Feuerwache, die Ausstellung "Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora" eröffnet.

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