Gera (sv) - Die erste Oberbürgermeisterin in Geras Geschichte ist vereidigt. Am Donnerstag schwor Dr. Viola Hahn den Amtseid im Rathaussaal. Unter über 300 Gratulanten waren Landtagspräsidentin Birgit Diezel, die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg, die Altenburger Landrätin Michaele Sojka sowie das Vorstandsmitglied des Thüringer Gemeinde- und Städtebundes Ralf Rusch.
„Wenn Sie in der Politik etwas gesagt haben wollen, wenden Sie sich an einen Mann. Wenn Sie in der Politik etwas getan haben wollen, wenden Sie sich an eine Frau“, zitierte Dr. Viola Hahn Margaret Thatcher. Als Oberbürgermeisterin wolle sie mit harter Arbeit, Zielstrebigkeit und Konsequenz Gera voranbringen, dabei nicht mit „eiserner Hand“ regieren, sondern die Menschen mitnehmen.
Für die Fraktion DieLinke im Stadtrat gratulierte Vorsitzende Margit Jung herzlich. Sie kündigte eine kritisch-konstruktive Linie ihrer Fraktion an, zugleich Kooperation beim Integrierten Stadtentwicklungskonzept, bei Bürgerbeteiligung, Schulbau und Gewerbegebieten. Als konstruktiver Partner stehe die CDU-Fraktion hinter Dr. Hahn, so Vorsitzender Hans-Jörg Dannenberg. Gera müsse mit dem Schwerpunkt Finanz- und Wirtschaftspolitik wieder an die Spitze der Thüringer kreisfreien Städte geführt werden. Als kritischer Begleiter, der sich nicht mit einfachen Formeln zufrieden gebe, agiere die SPD-Fraktion, so Vorsitzender Armin Allgäuer. Der SPD liege dabei insbesondere an Schulen, Straßen, Brücken und neuen Ideen für Geras Zukunft.
Für die Fraktion Arbeit für Gera begrüßte Vorsitzende Kerstin Thiel „neuen Wind“ der Richtung „gemeinsam und nicht einsam“. Gemeinsam mit Dr. Hahn werde man eine Politik nicht für die nächste Wahl sondern für die nächste Generation machen. Herzliche Glückwünsche überbrachte der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Dr. Harald Frank. Frau Dr. Hahn möge Integrationsfigur werden und die Wirtschaft als Basis für Wohlstand in Gera voranbringen. Stadtrat Eugen Weber forderte den noch ausstehenden Austausch ein. Für die Grünen seien die Stadtbahn nach Langenberg und Engagement gegen Extremismus Schwerpunkte. Stadtratsmitglied Ulrich Porst bot sich zum Erörtern von Sachfragen an, um diese zügig entscheiden zu können.
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