Erfurt (SPD-Fraktion Thüringen) - „Ich verlange, dass die Ministerpräsidentin jetzt endlich interveniert und die Zukunft des Landestheaters Eisenach sichert.“ Mit dieser Forderung reagiert Hans-Jürgen Döring, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, auf die Nachricht, dass die vom Bildungsministerium geplante Sonderzuweisung an Eisenach zur Sicherung des Theaters in der gestrigen Kabinettssitzung erneut am Votum des Finanzministeriums gescheitert ist.
„Das SPD-geführte Bildungsministerium hat inzwischen zig Vorschläge gemacht, wie das Land der Stadt Eisenach helfen kann, ihren Anteil an der Finanzierung des Landestheaters zu schultern“, sagt der Kulturpolitiker. „Alle sind jedoch an der kulturpolitischen Ignoranz von Minister Voß gescheitert.“ Die Ministerpräsidentin könne diesem gefährlichen Treiben nicht länger tatenlos zusehen.
Döring erinnert daran, dass in der Koalitionsvereinbarung der Erhalt aller Theater- und Orchesterstandorte festgeschrieben sei. Es gebe zudem ein von sämtlichen Kabinettsmitgliedern gebilligtes Theater- und Orchesterkonzept des Landes. Und nicht zuletzt hätten sich die Koalitionsfraktionen im Dezember 2011 im Landtagsplenum eindeutig zur Bewahrung und Weiterentwicklung der Thüringer Theater- und Orchesterlandschaft bekannt. „Die SPD-Fraktion wird daher nicht zulassen, dass der Finanzminister eigenmächtig den Koalitionsvertrag bricht und eindeutige Positionierungen der Koalition missachtet“, kündigt Döring an. Er erwarte deswegen von der Ministerpräsidentin ein Machtwort gegenüber Voß.
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