Vor 10 Jahren erfolgten Rückkauf und festliche Hütten-Übernahme

Auf dem höchsten Punkt Thüringens

Apolda (HM/haw) - Die kurze, nur rund drei Monate andauernde Saison der Neuen Thüringer Hütte (NTH) in Österreich im wunderschönen, wild-romantischen Habachtal, begann vor wenigen Tagen. Es ist ein besonderes Jahr. Genau vor 10 Jahren war Flaggenwechsel auf 2.240 Metern Höhe und seitdem ist die NTH wieder „in  Thüringer Hand“. Die Hüttenwirtin Gertraud Aberger (Traudi), die das Amt 2005 von Inge Gruber übernahm, begrüßte die Thüringer Bergfreunde und Gäste von nah und fern mit großer Herzlichkeit und startete in ihr 7. Hüttenjahr. Fast 1.000 Gäste kamen 2011 zur Brotzeit, Jause oder Übernachtung. Berg- und Hüttenwanderer aus aller Welt wagten und bewältigten den 5-Stunden-Aufstieg (ganz ohne Seilbahn) und wurden belohnt mit überwältigenden Augenblicken und Ausblicken in eine grandiose Bergwelt.

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Genau vor 10 Jahren war Flaggenwechsel auf 2.240 Metern Höhe und seitdem ist die Neue Thüringer Hütte wieder „in  Thüringer Hand“.

© Foto: hm

Ende Juni/Anfang Juli dieses Jahres stiegen auch 13 Bergfreunde aus der Sektion Apolda (erstmals im neuen Sektions-T-Shirt) des Deutschen Alpenvereins (DAV) auf und hatten viele begeisterte Hüttenbesucher an ihrer Seite. Die Mitglieder der CDU-Fraktion des Thüringer Landtages hatten sich angesagt und die Mühen des Aufstiegs bewältigt. Das war auch in den zurückliegenden Jahren mehrfach so.

Vor 10 Jahren erwanderte der damalige Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel den höchsten Punkt Thüringens und wohnte persönlich dem Zeremoniell der Hütten-Übernahme bei.

Stephan Herwig, Vorsitzender der Vereins Neue Thüringer Hütte e.V., nahm den gemütlichen Abend zum Anlass, über die lange und bewegte Geschichte der Hütte vom Bau, der Inbesitznahme durch die Gebirgsjäger, die Treuhandschaft Österreichs, die Rückgabe an die DAV-Sektion Oberkochen, die Zerstörung durch eine Lawine sowie dem Neuaufbau und schließlich dem Rückkauf durch die Thüringer Sektionen zu berichten. Damit wurde eine neue Seite der Geschichte der NTH aufgeschlagen und beschrieben.

Sichtlich bewegt informierte Herwig über die komplizierte Zeit der „Geldbeschaffung“ mit Hilfe der Sparkasse Mittelthüringen und vieler Spender sowie den Bemühungen, den Zielpunkt viele Bergwanderer ausgangs des Habachtals attraktiv und wirtschaftlich gesund zu gestalten. Und mit Erleichterung: Die Hütte ist bezahlt und vollständiges Eigentum der Thüringer, wirtschaftlich stabil und mit zahlreichen neuen Ausstattungen bestückt.

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