Technische Errungenschaft der Gründerzeit

Ausstellung "Heldburger Bimmelbähnle" im Mehrgenerationshaus

Heldburg (wotan) - Am 14. September 2003 wurde am "Tag des offenen Denkmals" im "Alten Bahnhof" Heldburg die Ausstellung zum "Heldburger Bimmelbähnle" eröffnet und auch heute informieren sich Eisenbahnfreunde über dieses Kleinod aus der Gründerzeit.

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Eisenbahner-Uniformen

© Foto: wotan

Im Auftrag der Meiningischen Staatsbahn baute die Firma Hostmann & Co aus Hannover ab 1877 die Lokalbahn von Hildburghausen nach Heldburg, welche am 01. Juli 1888 feierlich in Betrieb genommen wurde. Am 01. Dezember 1888 folgte das letzte Teilstück von Heldburg nach Lindenau-Friedrischhall.

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Utensilien der Eisenbahner

© Foto: wotan

Am 16. Juli 1895 ging die Bahn in preußisches Staastseigentum über und wurde 1920 der Deutschen Reichsbahn angeschlossen. Am 14. Mai 1946 fuhr das Heldburger Bimmelbähnle zum letzten Mal, dann wurden die Gleise demontiert und als Reparation in die Sowjetunion verbracht.
Die Bahnstrecke führte von Hildburghausen über Wallrabs, Leimrieth, Stressenhausen, Bedheim, Simmershausen-Gleicherwiesen, Streufdorf, Westhausen, Seidingstadt, Völkershausen, Gellershausen, Heldburg, Einöd und Lindenau-Friedrichshall. Die Strecke war 29,3 Kilometer lang, der höchste Punkt lag mit Leimrieth 420 Meter über dem Meeresspiegel (NN), die Niedrigsten sind Einöd und Lindenau-Friedrichshall mit 282 Metern ü. NN gewesen. Fünfundfünzig Mal kreuzten die Schienen das Straßennetz. Neben der Personenbeförderung wurden landwirtschaftliche Erzeugnisse, Kohle, Holz, Gips und Baumaterialien transportiert. Den Hauptanteil machte Basaltschotter aus, der vom Großen Gleichberg stammte, mit einer Werksbahn über vier Kilometer nach Simmershausen und von dort mit der Werrabahn nach Hildburghausen transportiert worden ist.
In fast 58 Jahren wurden bei der Werrabhan 22 Lokomotiven eingesetzt, die Höchstgeschwindigkeit betrug maximal 25 Stundenkilometer. In Hildburghausen und Lindenau-Friedrichshall befanden sich Lokschuppen mit Drehscheiben.
Die Ausstelleung "Heldburger Bimmelbähnle" erinnert an das Bimmelbähnle, wie es liebevoll im Unterlang genannt worden ist, ein technisches Kleinod mit großer verkehrswirtschaftlicher Bedeutung zu ihrer Zeit.

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