Schmalkalden/Meiningen (fh) - Zur Informationsveranstaltung mit Erfahrungsaustausch hatte das Beratungsnetzwerk „Gründen und Wachsen in Thüringen“ (GWT) Unternehmer, Banker, Steuerexperten, Rechtsanwälte, Betriebsberater und andere interessierte Personen ins BTZ Rohr-Kloster eingeladen. Mehr als 60 Interessenten waren der Einladung gefolgt. Zur Debatte stand das Thema „Lebenswerk erhalten – Nachfolge gestalten“.
Die Netzwerkpartner des Beratungsnetzwerkes informierten über Betriebsübergabe und Betriebsübernahme.
© Foto: privatZu Beginn stellte Detlef Schmidt, Projektleiter des Beratungsnetzwerkes, das Thüringer Leistungsangebot zur Unternehmensnachfolge vor. Es sieht drei Phasen vor. Mit der Vorbereitung sollte die das Unternehmen übergebende Person mindestens fünf Jahre vor der eigentlichen Umsetzung beginnen. Aus Erfahrung nimmt die Umsetzung ein bis zwei Jahre Zeit in Anspruch. Von einer gelungenen Umsetzung kann nach zwei bis drei erfolgreichen Jahren der Stabilisierung gesprochen werden. In einem Wegweiser steht für jede der drei Phasen eine Checkliste zur Verfügung, nach der verfahren werden kann. Eine Podiumsdiskussion befasste sich anschließend mit Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten eines Betriebsübergangs. Frank Krüger, Bürgschaftsbank Thüringen, Jan Güssow, Thüringer Aufbaubank, Harald König, Bankhaus Max Flessa und Ralf Baumeister von Motus Mittelstandskapital diskutierten verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, gaben Tipps zur Realisierung und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Hauptgeschäftsführer Friedhelm Enke hatte zur Eröffnung ebenfalls eindringlich auf diesen Umstand hingewiesen und eine Unternehmensnachfolge zur Vertrauenssache erklärt, die für beide Seiten existenziellen Charakter trage.