Trägerverein Bildungshaus Modexen

Mit Vorfreude ins neue Jahr

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Das Team des Trägervereins Bildungshaus Modexen blickt vereint auf ein ereignisreiches Jahr zurück und freut sich auf das, was vor ihm liegt. Von links: Antonius Tillmann (2. Vorsitzender Landwirtschaft), Friedrich Karl Fimmel (1. Vorsitzender, Jagd), Dr. Burkhard Beinlich (3. Vorsitzender, Naturschutz) und Christiane Sasse (Hauptamtlich).

© Foto: Sasse

Brakel/Modexen (ozm) - Seit Mai 2020 wird in Modexen nahe Brakel ein Bildungshaus für das grüne Ehrenamt aus Landwirtschaft, Naturschutz und Jagd gebaut. Ein Haus, in dem diese drei Sparten miteinander und nicht übereinander reden wollen. Aus genau diesem Grund wird sich voraussichtlich auch überregional ein ganz besonderer Fokus auf Modexen richten. Gefördert wird das Projekt von Leader und der NRW-Stiftung. Nun rückt das Ende der Bauarbeiten langsam in Sichtweite.
„Material- und Fachkräftemangel haben es den Handwerkern nicht leicht gemacht, und damit ist auch unser Projekt zeitlich erheblich in Verzug geraten“, erklärt der erste Vorsitzende des Trägervereins, Karl Fimmel, der dennoch gemeinsam mit seinen beiden anderen Vorsitzenden zufrieden auf das entstandene Haus im Herzen des Kreises Höxter blickt. Das mit viel Holz ausgestattete Gebäude schmiegt sich optisch unauffällig in die Landschaft ein, denn „das war Voraussetzung für eine Unterstützung durch die NRW-Stiftung“, erläutert Dr. Burkhard Beinlich. „Es sollte möglichst wenig Fläche durch den Neubau versiegelt werden“, ergänzt Antonius Tillmann. Damit aber beide Eingänge des Hauses barrierefrei erreichbar sind, werden im Frühjahr kleinere Bereiche um das Haus gepflastert. Und natürlich erhält das Gebäude auch noch seine Außenhaut aus deutscher Lärche.
Im Obergeschoss des neuen Bildungshauses befindet sich der 85 m² große Seminarraum mit großer Fensterfront und umlaufendem Balkon, von dem man den Blick über das Oberwälder Land herrlich schweifen lassen und Ruhe finden kann. „Für den Seminarraum entwickeln wir aktuell gemeinsam mit Mitgliedern eine Ausstellung, die auch das Außengelände mit einbezieht. An vorhandenen Landschaftselementen, wie zum Beispiel Obstwiese, Hecke und Acker, werden die unterschiedlichen Blickwinkel der drei Gruppierungen für unsere Besucher offengelegt, aber auch die Schnittstellen, Verzahnungen und Symbiosen ersichtlich“, berichtet Christiane Sasse, die seit Juni für das Bildungshaus in Lohn und Brot steht.
Im Untergeschoss des schmucken Gebäudes haben die sanitären Anlagen sowie ein Lagerraum für Exponate, Lehr- und Sachmittel ihren Platz. „Das Herzstück ist hier unser 41 m² große Küchenraum, der für Schulklassen als auch für die Erwachsenenbildung ein herrlicher Lernort werden darf“, berichtet Antonius Tillmann begeistert. Da nur der Raum, aber nicht die Küche in der Förderung enthalten war, musste auch hier nach anderen Wegen gesucht werden, um Schränke, Arbeitsflächen und Elektrogeräte zu finanzieren. Möglich wurde dies dank des Engagements landwirtschaftlicher Vereine. Voraussichtlich Ende Januar wird die Küche dann eingebaut. Bis sie allerdings genutzt werden kann, dürfte es noch etwas dauern. Denn die Lieferzeit der elektrischen Geräte nimmt derzeit bis zu einem Jahr in Anspruch - Umstände, die den Verantwortlichen des Bauprojektes nicht fremd sind.
Dass dieser zukünftige Lernort im Grünen in ehrenamtlicher Trägerschaft errichtet werden konnte, ist auch der Stadt Brakel zu verdanken, die das benötigte Grundstück zur Verfügung stellt und die Ausschreibungen sowie Vergabe der Bauleistungen gemeinsam mit der Architektin Susanne Krekeler abwickelt. Auch der Kreis Höxter steht dem jungen Trägerverein zur Seite. Dennoch stellt dieses Projekt in Höhe von 750.000 Euro einen nicht unerheblichen Kraftakt für den ehrenamtlich agierende Vorstand dar. „Daher sind wir froh, dass uns die NRW-Stiftung Mittel zur Verfügung gestellt hat, die es uns erlauben, eine hauptamtliche Kraft zu beschäftigen. Christiane Sasse nimmt uns einen Großteil der Arbeiten ab und forciert insbesondere die zukünftige Entwicklung des Hauses“, sind sich die drei Vorsitzenden Fimmel, Tillmann und Beinlich einig. Denn die Baumaßnahme ist natürlich eine Sache, aber der Betrieb des Hauses muss parallel dazu vorbereitet und entsprechende Netzwerke müssen aufgebaut werden. Doch nach einem recht turbulenten Jahr mit zufriedenem Blick auf das bisher Erreichte ist nun erst einmal etwas Pause für alle Beteiligten angesagt: Durchatmen, zur Ruhe kommen, um dann mit frischem Elan in 2022 weiter machen zu können.
Weitere Informationen und Rundbriefe (Modexer Post): www.bildungshaus-modexen.de.
Da längst nicht alle anfallenden Maßnahmen über Förderungen gedeckt sind, freut sich der Trägerverein Bildungshaus Modexen sehr über finanzielle Unterstützung in Form von Spenden.
Kontoverbindung: IBAN: DE21 4725 1550 0000 0267 81. BIC: WELADED1HXB.

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