Mühlhausen (mdk) - Anlässlich des internationalen „Tag des Baumes“, der sich am Mittwoch, 25. April 2012, zum 60. Mal in Deutschland jährte, pflanzte Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum gemeinsam mit Mitgliedern der Kreisgruppe Mühlhausen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. und Mitarbeitern des Grünflächenamtes auf der Grünfläche rechts vom Haupteingang zum Friedhof eine Lärche.
Das wird wohl als Stadtoberhaupt die letzte Baumpflanzung zum „Tag des Baumes“ gewesen sein. Die Lärche beginnt nun weiter zu wachsen und Hans-Dieter Dörbaum geht bald in den Ruhestand. Angelika Bergmann, die in den letzten Jahren auch die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zu betreuen hatte, verabschiedet sich zeitgleich mit ihm aus dem Mühlhäuser Rathaus.
© Foto: mixDie Europäische Lärche (Larix decidua) wurde im vergangenen Jahr von einem Kuratorium zum „Baum des Jahres 2012“ gekürt. In der Begründung heißt es u.a.: "Im Jahr 2012 steht eine besonders filigrane Baumart im Mittelpunkt, die den Wäldern Farbe und Heiterkeit verleiht: die Europäische Lärche, Larix decidua. Sie ist der Baum der guten Waldfeen und des goldenen Herbstes. Als einzige heimische Nadelbaumart wirft sie ihre Nadeln im Herbst ab und zeigt daher eine spektakuläre Herbstfärbung, die den Begriff "goldener Herbst" geprägt hat. Das zarte helle Grün der neuen Nadeln im zeitigen Frühjahr ist nicht weniger erregend. Wenn man es beachtet. Die Lärche gehört zur Familie der Kieferngewächse und kann bis zu 600 Jahre alt werden. Sie erreicht einen maximale Baumhöhe von 45 Meter und hat einen Durchmesser von bis zu 200 Zentimetern. Es gäbe noch viel Interessantes von dieser Baumart zu berichten, und sie sollte auch in der Stadt mehr gepflanzt werden." Dieser Empfehlung der Stadtpflanzung ist Mühlhausen nun gefolgt. Bevor Hans-Dieter Dörbaum und Angelika Bergmann den Baum einpflanzten, erinnerte der Oberbürgermeister an den Verfassers der Arbor Day-Resolution, des Journalisten und Farmers Julius Sterling Morton aus Nebraska. In dieser Resolution forderte dieser schon im Jahr 1872 einen jährlichen Tag des Baumes. Dieser Tag wurde dann kaum zwei Jahrzehnte später in allen Staaten der USA Realität. In Deutschland wurde der Tag des Abumes 1952 erstmals begangen. Von Morton stammt auch der Ausspruch „Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft!“ Diesen Spruch stellte auch der Oberbürgermeister der Pflanzung der Lärche voran, griff danach zum Spaten und wässerte wenig später den jungen Baum, der an dieser Stelle genügend Platz hat, sich in den Jahren voll zu entfalten. Danach kamen auch ein paar gemeinsame Erinnerungen hoch. So an die erste Baumpflanzung im Jahre 1991. Damals wurde am Pfortenteich einen Kaiserlinde in die Erde gebracht, oder an die Aktion „Ein Kind – ein Baum“, die nunmehr schon zwanzig Jahre her ist. Anschließend ließ es sich das scheidende Stadtoberhaupt nicht nehmen, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. und besonders dem heimischen Kreisverband dafür zu danken, dass man sich auf diesen in Sachen Baumpflanzungen immer verlassen konnte und jährlich eine nicht zu unterschätzende Unterstützung erfahren hat. So wurden zum Beispiel im vergangenen Jahr dafür 15.000 Euro zur Verfügung gestellt.
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