Schmalkalden/Meiningen (fh) – Auch 2012 wird die langjährige Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Handwerkskammer Südthüringen fortgesetzt. Die gemeinsame Vereinbarung unterzeichneten im BTZ Rohr-Kloster Friedhelm Enke, Hauptgeschäftsführer der HWK Südthüringen, Abteilungspräsidentin Maria-Anna Wessel und Fregattenkapitän Ulrich Karsch. Dazu enthüllten sie symbolisch eine Hinweistafel am Haupteingang des Verwaltungsgebäudes des BTZ Rohr-Kloster.
Fregattenkapitän Ulrich Karsch (li.), Friedhelm Enke, Hauptgeschäftsführer der HWK Südthüringen sowie Abteilungspräsidentin Maria-Anna Wessel mit der unterzeichneten Vereinbarung zur Zusammenarbeit.
© Foto: privatIn der Vereinbarung sieht Enke vor allem einen Interessenausgleich zwischen der HWK Südthüringen und der Bundeswehr. „Die Bundeswehr profitiert von uns, indem wir für sie Personal werben und wir profitieren von der Bundeswehr, indem sie uns aus dem Dienst ausscheidende Zeitsoldaten als Fachkräftereserven für das Handwerk in Südthüringen wieder zuführt“, sagte er.
Hintergrund ist, gerade kleine und mittelständische Unternehmen benötigen, um wettbewerbsfähig zu sein, gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte mit sozialer Kompetenz. Die Bundeswehr ist ebenso an qualifizierten jungen Fachleuten interessiert, die für bestimmte Zeit ihren Dienst bei den Streitkräften leisten. Eine gegenseitige Ergänzung kann für alle eine Chance sein, die es so zu nutzen gilt.
Auch Maria-Anna Wessel begrüßte den beabsichtigten Personalkreislauf, der den Vertragspartnern gegenseitigen Vorteil eröffnet. Die Eröffnung des Beratungszentrums schließe nahtlos an das Projekt „Zukunft - Widereinstieg in die Wirtschaft“, das als Vorläufer bereits erste Ergebnisse aufweisen kann. Das Beratungszentrum in Rohr-Kloster werde die Tür für Soldatinnen und Soldaten öffnen, die in Bayern und Hessen stationiert sind. Als Leiter der neuen militärischen Personalgewinnungsorganisation im Zentrum für Nachwuchsgewinnung Ost stellte Fregattenkapitän Ulrich Karsch fest, dass die Bundeswehr durch die in Gang gesetzten Reformen keine „Unterklassenarmee“ geworden sei, sondern im Gegenteil über viele fähige Köpfe verfüge, die eines Tages ins zivilberufliche Leben zurückkehren würden. Diesem Ziel diene die Eröffnung des Beratungszentrums.