Schmalkalden/Meiningen (em/fh) - Auf ihrer konstituierenden Sitzung wählte die neue Vollversammlung der Handwerkskammer Südthüringen, Büchsenmachermeister Helmut Adamy, mit klarem Votum erneut zum Präsidenten. Auch die Vizepräsidenten Rainer Rudolph und Klaus Hering sowie die Vorstände Klaus-Peter Senf, Thomas Wolf und Mario Hau, erhielten wieder das Vertrauen.
Mit diesem Ergebnis setzte das höchste Kammerorgan ein Zeichen für Kontinuität in der weiteren Arbeit. Das aus 16 Arbeitgeber- und acht Arbeitnehmervertretern bestehende Gremium wählte für die nächsten fünf Jahre darüber hinaus die Mitglieder des Rechnungsprüfungs-, Berufsbildungs- und Bauausschusses. Vorstand und Ausschüsse werden nach Gesetz und Satzung zu zwei Dritteln von Arbeitgeber- und einem Drittel Arbeitnehmervertretern besetzt. Peter Stephan, Präsident des Thüringer Landesverwaltungsamtes, leitete die Wahl. Die Rechtsaufsicht oblag Oberregierungsrat Dr. Reiner Holzem, Referent Handwerk im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie. Im Bericht des Vorstandes zog der alte und neue Präsident eine positive Bilanz der Vorstandsarbeit für die Legislatur 2006 bis 2011 und nahm Ausblick auf die bevorstehenden Aufgaben und Ziele. Dem Südthüringer Handwerk bescheinigte er am Ende des abgelaufenen Jahres eine positive wirtschaftliche Gesamtlage, wie sie seit 15 Jahren nicht mehr bestanden habe. „Das Handwerk ist der flexibelste und anpassungsfähigste Wirtschaftsbereich in Deutschland und damit für die Gesellschaft ein unverzichtbarer Garant für Stabilität und sozialen Frieden“, sagte er.
Dennoch sieht er bedeutende Aufgaben auf den neuen Vorstand zukommen. Wirtschaft und Handwerk bewegten sich in einem politischen und gesellschaftlichen Umfeld, das immer weniger Planungssicherheit biete. Krisenszenarien bestimmten den Alltag weltweit, aber auch in Europa und vor der Haustür. Deshalb wollen Vorstand und Geschäftsleitung bereits im Januar über die Ausrichtung ihrer zukünftigen Tätigkeit beraten und beschließen. Der Präsident kündigte Konzepte für die Weiterentwicklung der drei großen Tätigkeitsfelder, hoheitliche Aufgaben, Interessenvertretung und Dienstleistungen an und beauftragte für das BTZ Rohr-Kloster, als größtes Bildungsunternehmen der Region, ein Unternehmenskonzept mit dem Ziel der Stabilisierung und Behauptung unter den radikal veränderten Bedingungen auf dem Bildungsmarkt zu erstellen.