Neuhaus am Rennweg (rl) – Die Ortsdurchfahrt von Neuhaus am Rennweg entlang der Bundesstraße 281 ist nach über dreijähriger Bauzeit fertiggestellt. Zur Freude vieler Autofahrer gibt es keine Ampelregelung mehr. Dafür sind die Kreisel am Ortseingang vom Lichtner Berg kommend und an der ehemaligen Postkreuzung neu.
Mit dem Einsetzen der Hülse in den Sockel des R - Steins fand auch die Neusetzung des Rennsteigsteins Nr. 44 statt.
Markierungen für Fußgängerüberwege sichern das Überqueren der Straße. Kabel, Telefon, Gas, Wasser und Abwasser wurden gleichzeitig verlegt. Die Stadt Neuhaus am Rennweg hat 1.875.000 Euro von 2008 bis 2011 in die Gemeinschaftsbaumaßnahme Ausbau der B281 gesteckt. Entlang der wunderschönen Allee vom Bau zur Stadtmitte erreichen Besucher und Gäste aus dem Unterland den Festplatz zur 120. Neuhäuser Kirmes an diesem Wochenende.
Während der Ortseingangskreisel begrünt ist und im Dezember als freundliches Willkommen mit dem Weihnachtsbaum grüßt, trägt der Post-Kreisel mit dem Obelisk das Neuhäuser Wahrzeichen in seiner Mitte: einen Rennsteigstein von 1,70 Meter Höhe aus rotbraunem Sandstein. Dieser steht auf Natursteinen - drei Platten, zuunterst Schiefer, dann Granit, darüber Sandstein - bilden den Sockel. Diesem Standort musste jedoch der historische Rennsteigstein Nr. 44 weichen.
So fanden sich zur Grundsteinlegung im Post-Kreisel neben Bürgern und Stadträten auch zahlreiche Mitglieder des Thüringerwald-Vereins ein. Sie verfolgten aufmerksam die Befüllung einer Hülse mit Dokumenten wie Bauplan, der Tageszeitung, den Festschriften zur 400-Jahrfeier von Neuhaus am Rennweg und der 650-Jahrfeier des Ortsteils Steinheid, einer Rennsteig-Wanderkarte sowie aktuellen Münzen, durch Bürgermeisterin Marianne Reichelt und Bauamtsleiter Henry Höwner.
„An große Bauwerke werden große Erinnerungen geknüpft. Wenn der Kreisel irgendwann durch ein anderes Bauwerk ersetzt wird, sollen die Menschen erfahren, wann und warum dieser Obelisk gesetzt wurde. So versenken wir heute diese Hülse mit Erinnerungen, wie es bei großen Bauwerken üblich ist“, erklärte Marianne Reichelt die Aktion am und im Post-Kreisel.
Im Anschluss wurde wenige Meter weiter unter den wachsamen Augen der Mitglieder des Thüringerwald-Vereins der Rennsteigsteins Nr. 44 neu gesetzt. Neben einer großen Wanderkarte stehend, zeigt er Urlaubern und Gästen am Weg, dass sie richtig sind am Rennsteig in Neuhaus am Rennweg.
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