Lebensmittelvergiftungen im Sommer

Salmonellen auf dem Teller

Sonneberg/Erfurt (Barmer GEK/rl) - Ein Urlaub im Süden mit Vollpension - endlich mal nicht Kochen! Herrliche Buffets, voll mit frischen, exotischen Köstlichkeiten, lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Doch Vorsicht, nicht überall sind die Hygienebestimmungen so streng wie in Deutschland. Gerade in südlichen Ländern können auf und in Speisen viele Durchfallerreger lauern. Besonders unangenehm ist es, wenn z.B. Salmonellen dann schmerzhafte Bauchkrämpfe und Durchfall verursachen.

Was der Volksmund sagt …

Viele Menschen denken immer noch, Salmonellen findet man nur in rohen Eiern und an Geflügel. Das stimmt so nicht. Gerade die großen Buffets in den warmen Urlaubsregionen, die über längere Zeit verschiedensten Speisen präsentieren, können Gefahren bergen. So lauern Erreger, beispielsweise Salmonellen, tatsächlich besonders gern in Milch- oder Eierspeisen, in nicht durchgegartem oder rohem Fleisch und auch in Muscheln oder Sushi. Aber auch auf den Schalen von frischem Obst und Gemüse kann man sie finden. Stehen dann die Speisen längere Zeit ungekühlt auf dem Buffet herum und werden zusätzlich noch von mehren Menschen angefasst, sind das beste Bedingungen für die Bakterien sich schnell zu vermehren. „Deshalb sollte man bei der Auswahl der Speisen sehr wählerisch sein. Hat man das Gefühl das Essen ist nicht mehr ganz so frisch, ist man auf der sicheren Seite, wenn man zu durchgebratenem Fleisch, Gebackenem oder Gekochtem greift und das Obst schält“, so Claudia Szymula, Sprecherin der Barmer GEK in Mitteldeutschland. 

Mir ist übel, habe ich mich angesteckt?

Die Anzahl der Infektionen durch Lebensmittel nimmt in den Sommermonaten deutlich zu. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und ältere Menschen, deren Immunsystem generell nicht so stark ist, wie bei einem gesunden jungen Menschen. Auch Schwangere sollten auf Ihre Ernährung daher besonders achten. Die Beschwerden beginnen meist plötzlich mit Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Durchfall. Der erste richtige Gedanke ist dann sich zu fragen: „Wann und was habe ich gegessen?“. Bis zu 72 Stunden können vergehen, ehe eine Salmonellen-Infektion ausbricht. Diese aggressive Durchfallerkrankung führt häufig zu massivem Flüssigkeitsverlust. Trinkt man dann nicht ausreichend, kann ein Kreislaufzusammenbruch die Folge sein. „Den Durst sollte man jedoch mit gekochtem Tee oder Mineralwasser aus Flaschen löschen. Auf gar keinem Fall mit Wasser aus der Leitung“, warnt Claudia Szymula. Halten die Beschwerden länger an, muss unbedingt einen Arzt aufgesucht werden. Nur er kann sicher feststellen ob es sich nur um ein verdorbenes Essen oder um eine Infektionskrankheit handelt.  

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