Sonneberg (HH) – Die Agrarbetriebe südlich des Rennsteiges gehen von einer guten Ernte aus. Trotz der teilweise erfrorenen Saat im Februar, habe das wechselhafte Wetter 2012 noch die Wende geschafft.
Volker Ehrlicher, Vorstandsvorsitzender der Agrarprodukt Sonneberg e.G. gibt nach den ersten Erntetagen eine durchweg positive Prognose ab: Raps und Wintergerste – bereits fast vollständig eingefahren – haben mehr gebracht, als erwartet. Besonders auf den Weiden sei das Futter immer wieder nachgewachsen, so dass die Landwirte trotz ihrer riesigen Silos gar nicht mehr wissen, wohin mit all dem Grün. Die Großbetriebe in Südthüringen – hervorgegangen aus den LPGs der ehemaligen DDR - setzen seit der Wende vorwiegend auf ökologische Massentierhaltung mit Selbstversorgung. Diese Mischung habe sich bewährt. Wegen der reichen Futterernte muss in diesem Jahr nichts dazu gekauft werden. Auch ihre Kollegen im übrigen Teil der Bundesrepublik erwarten eine gute Ernte. Der Bauernverband rechnet bei Gerste und Raps mit einer Ertragssteigerung von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Winterweizen, der wichtigsten Getreidekultur in Deutschland, sehe es nicht so gut aus. Zwar seien erst ein Fünftel der Flächen abgeerntet, aber die Kälte im Winter habe den Bestand doch merklich ausgedünnt.
Ertragserwartungen liegen im deutschen Trend
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