Eine komplette Spielzeit zu Ehren Richard Wagners

Meininger Theater präsentiert neuen Spielplan

Meiningen (tk) - Das Meininger Theater hat im Rahmen einer öffentlichen Pressekonferenz das Programm der kommenden Saison vorgestellt. In seiner 181. Spielzeit möchte das traditionsreiche Haus die Besucher mit einem Spielplan zu Ehren Richard Wagners locken. Der deutsche Komponist und einstige Wahl-Meininger wäre am 22. Mai 2013 200 Jahre alt geworden.

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Das Meininger Theater widmet sich in seiner neuen Spielzeit ganz dem deutschen Komponisten Richard Wagner.

© Foto: Tina Kwiatkowski

Eröffnet werden soll die bevorstehende Jubiläumsspielzeit nicht mit einer Oper, wie man es zum Auftakt eines Wagner-Jahres vielleicht erwarten würde, sondern mit dem Schauspiel „Wahnfried - Bilder einer Ehe“, das aus der Feder des deutschen Autors Reinhard Baumgart stammt und Wagners Ehe mit Cosima von Bülow beleuchtet. Unter der Regie von Jan Steinbach wird das Stück im nächsten Jahr zum ersten Mal auf einer Theaterbühne zu erleben sein. Erster musikalischer Höhepunkt des Wagner-Jahres soll das Sinfoniekonzert „Wagner ohne Worte“ sein, das neben Bekanntem auch Unbekanntes aus den frühen und späten Jahren des Komponisten zu Gehör bringt. Mit „Tristan und Isolde“ soll der Reigen der Wagner-Premieren am Meininger Theater fortgesetzt werden. Wiederaufgenommen werden sollen „Das Liebesverbot“ und „Tannhäuser“, wobei Letzterer nicht in Meiningen, sondern auf der Wartburg zu sehen sein wird.

Neben einer Reihe von weiteren Wagner-Veranstaltungen hat das Programm der neuen Spielzeit indes noch einiges mehr zu bieten. Auf dem Premierenzettel des Meininger Theaters steht etwa die kasachische Oper „Abai“, die - inszeniert von Intendant Ansgar Haag - erstmalig in Deutschland aufgeführt wird. Freunde „klassischer“ Werke werden bei Shakespeares „Hamlet“, Mozarts „Zauberflöte“ und Tschaikowskys „Nussknacker“ auf ihre Kosten kommen. In den Kammerspielen warten Stücke wie „Bezahlt wird nicht“, „Spieltrieb“ und „Gerechtes Geld“.

Während am Meininger Theater der neue Spielplan präsentiert wurde, blickt man am Eisenacher Theater in eine ungewisse Zukunft: Thüringens Kultusminister Christoph Matschie war am Abend mit seinem Rettungsplan für das Haus vor der Thüringer Landesregierung gescheitert. Dieser sieht vor, dass das Land Thüringen ab 2013 den kommunalen Finanzierungsanteil der Stadt übernehmen solle. Weil die Union diesen Plan ablehnte, droht dem Eisenacher Theater nun die Schließung. Davon betroffen wäre auch der Meininger Spielbetrieb, da die beiden Häuser seit 2009 unter dem Dach der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach miteinander verbunden sind. Besonders ein Ende des Eisenacher Balletts würde für die südthüringische Theaterwelt einen großen Verlust bedeuten.

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