Erinnerung ist Leben

Schüler des Campe-Gymnasiums ehren Kriegsopfer

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Haben ganze Arbeit geleistet: (v.l.) Carolin Brandt, Louisa Petersen, Jürgen Neumann, Saskia Schünemann, Bastian Blume, Melanie Kahl, Merlin Brychcy, Julian Georgi, Lara Thevis, Jan Saß, Annika Oppermann, Inga Bollmann und ihr Lehrer Hans-Joachim Sach.

© Foto: Reinbold

Holzminden (kai) - Schülerinnen und Schüler des Campe-Gymnasiums hatten sich im Geschichtsunterricht und während eines freiwilligen Projektseminars mit der Geschichte der Stadt Holzminden im Ersten und Zweiten Weltkrieg beschäftigt. Das Ergebnis sind sieben Geschichts- und Erinnerungstafeln, die seit Mittwoch, 11. Mai, auf dem Friedhof Allersheimer Straße zu sehen sind. Sie rufen zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege auf und erläutern wichtige historische Zusammenhänge. Einzel- und Gruppenschicksale von Menschen, die den letzten beiden Weltkriegen zum Opfer gefallen sind, werden wieder lebendig.

Schülerinnen und Schüler vom Holzmindener Campe-Gymnasium haben sieben Geschichts- und Erinnerungstafeln erstellt, die an die Opfer der beiden Weltkriege erinnern.

© Kai Reinbold

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hatte die Aktion ins Leben gerufen. Kreisvorsitzender Klaus-Volker Kempa und Schulreferentin Anett Schweitzer würdigten den Einsatz der Holzmindener Abiturienten. Dr. Matthias Seeliger vom Stadtarchiv, Pastor a.D. Paul-Rüdiger Schmidt, Detlef Creydt und Klaus Kieckbusch vom Heimat- und Geschichtsverein übernahmen die inhaltliche Betreuung des Projekts. An der Finanzierung der Geschichts- und Erinnerungstafeln hatten sich der Kirchenvorstand der Luthergemeinde, die Braunschweigische Landessparkasse, die Stiftung Gedenken und Frieden des Volksbundes und das Campe-Gymnasium beteiligt.

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Jan Saß präsentiert eine der Geschichts- und Erinnerungstafeln auf dem Friedhof Allersheimer Straße.

© Foto: Reinbold

Bei der offiziellen Einweihung am Mittwochnachmittag standen die Schülerinnen und Schüler des Campe-Gymnasiums im Mittelpunkt, die unter Leitung von Studienrat Hans-Joachim Sach die Inhalte erarbeitet hatten. „Ihr habt einen großen Beitrag dazu geleistet, dass sich Menschen an die Vergangenheit erinnern können", betonte Pastorin Anne-Kathrin Bode. Nach der feierlichen Eröffnung folgten die zahlreichen Gäste den Schülerinnen und Schülern auf einem Rundgang über den Friedhof. An den einzelnen Standorten präsentierten die jungen Leute die Ergebnisse ihrer monatelangen Arbeit.

„Auch in Holzminden gab es ein Stück dunkle Vergangenheit", weiß Eleonore Roth-Schütz, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt. „Der Friedhof ist ein guter Ort um innezuhalten und sich zu erinnern, um mal nachzudenken über das Leben und die Vergangenheit", ergänzte Pastorin Bode und fragte: „Warum machen sich die Menschen das Leben oft so schwer? Warum erhebt sich einer über den anderen und denkt, er sei etwas Besseres?" Mit ihren Geschichts- und Erinnerungstafeln sorgen die Abiturienten vom Campe-Gymnasium dafür, dass diese Fragen in Holzminden nicht so schnell in Vergessenheit geraten werden.

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