Landkreisweite Umfrage steht in den Startlöchern

#JungHoltAuf: Projekt zur Jugendbeteiligung startet

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Werben für die Online-Befragung (v.l.): Benjamin Peters (Besondere Soziale Dienste und Jugendpflege), Ronja Dörge (Kreisjugendpflege), Barbara Fahncke (Leitung Jugendamt).

© Foto: Kreisjugendpflege/Landkreis Holzminden

Holzminden (ozm) - Die Fördermittel sind genehmigt, die Stelle besetzt und die politischen Weichen gestellt: Das Projekt Jugendbeteiligung startet endlich durch. Die Projektidee der Kreisjugendpflege war im Jugendhilfeausschuss auf breite Zustimmung gestoßen. Unter dem Motto #jungholtauf soll jungen Menschen nunmehr Beteiligung ermöglicht werden. Koordinatorin Ronja Dörge freut sich über den Startschuss: „Mit dem Projekt sollen kreisweit nachhaltige Strukturen aufgebaut werden. Dazu führen wir einerseits Angebote vor Ort in den Kommunen, aber auch eine flächendeckende Bedarfsermittlung durch.“
Den Auftakt stellt eine Online-Befragung dar, die Kritik und Wünsche der Jugend ermitteln soll. Die Umfrage ist ab sofort unter www.soscisurvey.de/jungholtauf2021 freigeschaltet. Danach geht das Projekt in die Aktionsphase über. Im Rahmen von Auftaktveranstaltungen werden junge Menschen über das Vorhaben informiert und können sich anschließend aktiv mit ihren Ideen in der Umsetzung einbringen. Die Besonderheit: Die Ausgestaltung ist vollkommen ergebnisoffen und orientiert sich an den individuellen Bedarfen der Jugend.
Ziel des Projektes ist es, Jugendbeteiligung in das Verwaltungshandeln zu integrieren. „Jugendbeteiligung ist ein gesetzlicher Auftrag und eines von vielen Rechten für Kinder und Jugendliche in Deutschland, die Umsetzung in politischen Prozessen aber oftmals schwierig. Mit den kommunalen Jugendpflegen haben wir bereits kompetente Ansprechpartner für junge Menschen in den Gemeinden. Hier setzen wir mit dem Projekt an,“ erläutert Kreisjugendpfleger und kommissarischer Bereichsleiter Benjamin Peters.
Der Bund und das Land Niedersachsen haben ebenfalls die Bedeutung der Jugendbeteiligung erkannt und in ihren Programmen zur Förderung junger Menschen nach Corona verankert. Jugendamtsleiterin Barbara Fahncke begrüßt die Initiative: „Jugendliche mussten während der Pandemie auf wichtige soziale Kontakte verzichten. Mit den Fördermitteln können neue Treffpunkte geschaffen und bestehende aufgewertet werden, um jungen Menschen eine Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen.“ Unter anderem ist auch die Unterstützung von Ferienfreizeiten, Festen und Bewegungsangeboten in dem Förderpaket enthalten. Welche Angebote vor Ort gewünscht sind, können die Jugendlichen im Rahmen des Projektes natürlich mitbestimmen.
Zum Abschluss des durch LEADER-Mittel geförderten Projektes werden Handlungsempfehlungen und ein Leitfaden für Jugendbeteiligung entwickelt, die Politik, Verwaltung und interessierten Bürger*innen zur Verfügung gestellt werden. Bis dahin hoffen alle Beteiligten auf eine rege Mitwirkung an der Onlinebefragung und vor Ort, damit Jugendbeteiligung auch nach zwei schweren Jahren wieder mit Leben gefüllt wird.

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