Jetzt anmelden zur Schulung im Zentrum aller Kulturen

„Argumentationshilfen gegen Stammtischparolen“

Steinheim (ozm) - Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Höxter bietet in Kooperation mit dem Verein Steinheim International und der mobilen Beratung gegen Rechts am Mittwoch, 27. März, eine Schulung für Ehrenamtliche an. Von 18 bis 21 Uhr geht es im Zentrum aller Kulturen in Steinheim um das Thema „Argumentationshilfen gegen Stammtischparolen“.
„Stammtischparolen heißen so, weil sie vermeintlich oft in Kneipen geäußert werden. Ironischerweise hat der Stammtisch daher mit seinem eigenen Vorurteil zu kämpfen“, sagt Kreisdirektor Klaus Schumacher. Kennzeichnend für Stammtischparolen sei ihre Einfachheit, Plumpheit, Verallgemeinerung und ihr meist negativer Charakter. Sie brächten Vorurteile zum Ausdruck und richteten sich stets gegen „Andere“. „Das vermeintlich ‚Andere‘ wird dabei abgewertet und verurteilt“, so Schumacher. Menschen anderer Religion, Hautfarbe, Nationalität, sexueller Orientierung oder anderen Geschlechts würden diskriminiert. „Immer wieder mal werden wir alle damit konfrontiert – und sind manchmal einfach nur sprachlos“. Dabei gebe es sehr gute Argumente gegen diskriminierende Einstellungen, wie die Schulung zeigen werde.
Filiz Elüstü, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, weist darauf hin, dass Stammtischparolen bei denjenigen, die mit ihnen konfrontiert werden, oft ein beklemmendes und überwältigendes Gefühl hinterließen. „Den meisten Menschen fällt es schwer, dagegen zu halten, da Stammtischparolen oft so formuliert werden, dass sie einen absoluten und unanfechtbaren Anspruch haben“, sagt Elüstü. Als Gegenüber könne schnell der Gedanke aufkommen, bestimmtes Fachwissen sei nötig, um Stammtischparolen entkräften zu können.
„Mit unserem Seminar wollen wir zeigen, dass es verschiedene Strategien gibt, auf Stammtischparolen zu reagieren“, erläutert Mitorganisatorin Verena Weber vom Kommunalen Integrationszentrum. „Das Wichtigste ist, sich überhaupt gegen Stammtischparolen und die möglicherweise rassistischen, sexistischen oder homophoben Aussagen zu positionieren.“ Als Referentin konnte Katharina Vorderbrügge von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold gewonnen werden. Seit 2008 wird die Mobile Beratung aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums gefördert, zurzeit im Rahmen des Projekts "Demokratie leben!". Seit Mitte 2013 besteht eine zusätzliche Förderung durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Referentin wird in der Schulung Argumente und Fakten für eine sachliche Diskussion vorstellen, denn meistens liegen Vorurteile und Unwissen sehr nah beieinander. Es sind noch einige Plätze frei. Weitere Informationen und die Möglichkeit, sich online anzumelden, gibt es im Internet unter der Adresse: www.integration.kreis-hoexter.de.

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