Unter den Toten waren Drillinge aus Neuseeland. Der neuseeländische Premierminister John Key sprach von einer "großen Tragödie". Auch vier Kleinkinder aus Spanien und ein Kind aus Frankreich wurden bei dem Feuer getötet. Insgesamt überlebten nur sieben von 20 in der Kita betreuten Kindern die Katastrophe, alle vier Erzieherinnen starben. Unter den Todesopfern waren laut Behördenangaben zudem zwei Angehörige des Zivilschutzes. Nach Angaben des katarischen Innenministeriums erstickten die Opfer an Rauchgas. 17 Menschen wurden verletzt, die meisten davon Feuerwehrleute.
Nach dem Ausbruch des Feuers gegen 11.00 Uhr Ortszeit waren die 20 Kinder in der Krippe nach Angaben von Innen-Staatssekretär Abdallah bin Nasser al-Thani von Flammen eingeschlossen. Die Rettungskräfte mussten über das Dach in die im ersten Stock liegende Krippe vordringen, weil eine Treppe durch das Feuer zerstört worden war. Dichter Rauch und hohe Temperaturen durch die Flammen hätten es sehr schwer gemacht, die gefangenen Kinder zu erreichen, sagte ein Vertreter des Zivilschutzes.
Kronprinz Scheich Tamim bin Hamad al-Thani ordnete die Einrichtung einer Untersuchungskommission an. Ein neuseeländischer Journalist, der zum Zeitpunkt des Brandes in dem Einkaufszentrum war, kritisierte, die Verantwortlichen in dem Einkaufszentrum hätten zu langsam reagiert und seien bei der Evakuierung des großen Komplexes völlig planlos vorgegangen.
Medien stellten die Sicherheitsauflagen für die Kita in Frage. "Hat dieser Kindergarten die Bedingungen für eine Genehmigung erfüllt?" fragte die Zeitung "Al-Watan". Die Behörden müssten erklären, wie die Kleinkinder an einem offensichtlich "nicht genügend ausgerüsteten Ort" gehütet werden konnten. Die Zeitung "Al-Raja" schrieb gar von "Nachlässigkeit, die vorsätzlichem Mord gleichkommt".
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