Trinitatis Gesamtkirchengemeinde Solling-Weser gegründet

3 Gemeinden schließen sich zusammen

Von Peter Vössing


Lauenförde – Ein Termin, genau wie geschaffen für ein ganz besonderes Ereignis. Die Rede ist vom 31. Oktober 2017. Am Tag, an dem sich der Anschlag der 95 Thesen an die Wittenberger Kirchenpforte der Schlosskirche durch Martin Luther zum 500. Mal jährte, wagten die drei Kirchengemeinden evangelischen Südregion in Niedersachsen die Vereinigung zur „Trinitatis Gesamtkirchengemeinde Solling-Weser“.

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Vor der Markuskirche wurde eine Luther-Eiche gepflanzt.

© Foto: privat

Mit einem Festgottesdienst in der Lauenförder Markuskirche am Reformationstag wurde der Zusammenschluss der evangelischen Kirchen Boffzen, Fürstenberg, Derental, Meinbrexen und Lauenförde offiziell besiegelt.
Vorausgegangen waren vier Jahre der Beratungen und Verhandlungen durch die drei bisherigen Kirchenvorstände. Eine gemeinsame Satzung wurde verfasst, Details zur künftigen Arbeitsweise der drei Gemeindebüros in Boffzen, Fürstenberg und Lauenförde vereinbart und Absprachen über die Zusammensetzung und Arbeitsweise des neuen „Gesamtkirchenvorstandes“ gemacht.
Feierlich ging es in der Markuskirche zu: ein neuer Altarvorhang, gestaltet von der Künstlerin Sabine Zarrath-Rind mit einem roten Herz auf einer Blüte, darin ein Kreuz stand im Mittelpunkt des Festgottesdiestes. Pfarrerin Christiane Nadjé-Wirth erklärte: „Die Rose gehörte zu Luthers Briefsiegel. Außerdem symbolisiert sie unseren gemeinsamen Frühling als Gesamtkirchengemeinde.“
Natürlich stand der Gottesdienst mit ca. 300 Gläubigen sowie katholischen ,evangelischen und muslimischen Ehrengästen ganz im Zeichen des Reformators. Luther hatte bestimmt nicht im Traum daran gedacht, welches Erdbeben er mit seinen Hammerschlägen für die 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche, die durch ganz Europa hallten, auslöste.
Die musikalische Begleitung übernahmen der Flötenkreis Cantabile aus Boffzen, der Posaunenchor Lauenförde, der A-Capella-Chor aus Fürstenberg sowie die Organistin Marina Solowjewa. Auch Pfarrer i.R. Rolf Tausch und die ehemalige Fürstenberger Pfarrerin Sylvia Pfannschmidt waren gekommen.
Superintendent Ulrich Wöhler ging in seiner Ansprache, die unter dem Motto „Kirche muss immer wieder reformiert werden“ auf die Bedeutung der Fusion als zukunfstweisender Schritt ein.
Pastorin Christiane Nadjé-Wirth machte deutlich, dass drei unterschiedliche Gemeinden jetzt einen gemeinsamen Weg gehen, um die frohe Botschaft vor Ort zu leben, deshalb habe man sich auch für den Namen Trinitatis (Dreieinigkeit Gottes) entschieden.
Zusammen mit dem Pastorenehepaar Jessica Jähnert-Müller und Sebastian Müller sowie Diakon Dierk Stelter wird Christiane Nadjé-Wirth die neue Trinitatis-Gemeinde leiten.
Das Pastorenehepaar Jessica Jähnert-Müller und Sebastian Müller stellte die Symbolkraft des Baumes heraus. Deshalb wurde am Ende des Festgottesdienstes gemeinsam mit Christiane Nadjé-Wirth, Diakon Dierk Stelter, den Kirchenvorstehern sowie Küster Karl Heistermann eine Luther-Eiche vor der Markus-Kirche gepflanzt. Extra dafür hatten die Kirchenvorsteher aus allen fünf Orten Eimer mit Erde mitgebracht.

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