Gedenkveranstaltung der Sekundarschule Beverungen

41 weiße Rosen für Opfer des Nationalsozialismus

Von Peter Vössing
Beverungen – Roman Herzog hat 1996 den 27. Januar, den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt.

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Schüler trugen ihre Ausarbeitungen zur Pogromnacht in Beverungen vor.

© Foto: Vössing

Seither gedenken Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Beverungen der Beverunger Opfer der NS-Zeit und rufen dazu auf, über die Vergangenheit nachzudenken. So soll der Blick für kommende Gefahren geschärft und Orientierung für die Zukunft gegeben werden.
Organisiert wurde die Gedenkveranstaltung auf dem Beverunger Kellerplatz von der SV mit ihren Schülersprechern Finn Schwiertz (15) und Kevin Stürznickel (17) und der SV-Betreuungslehrerin Annette Hennemann sowie der Toleranz AG mit der Sozialarbeiterin Katja Hermneuwöhner, dem Sozialarbeiter Justus Haack sowie Schulpfarrer Wolfgang Neumann.

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Für jedes Beverunger Opfer des Nazi-Regimes wurde ein weiße Rose niedergelegt.

© Foto: Vössing


Am Beispiel der Stadt Beverungen wollten die Schüler verdeutlichen, dass Hitlers Politik nicht nur in Berlin stattfand, sondern ganz Deutschland für immer veränderte. An drei Stationen machten die beteiligten Schüler exemplarisch auf das Schicksal der jüdischen Bevölkerung aufmerksam. Die Stationen behandelten die Themen „Die Pogromnacht in Beverungen“, „Diskriminierung und Auswanderung“ sowie „Die Diskriminierung und Ermordung jüdischer Mitbürger und Mitbürgerinnen“. An den drei Stationen referierten die Schüler über die von ihnen herausgearbeiteten Fakten, die die ganze Grausamkeit des Nazi-Regimes zeigten.
Im Anschluss an die Vorträge gedachten die Schüler mit weißen Rosen den Beverunger Opfern der Nationalsozialisten. Dabei wurden deren Namen vorgelesen.

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Die beiden Schülersprecher Finn Schwiertz (l.) und Kevin Stürznickel mit SV-Betreuungslehrerin Annette Hennemann.

© Foto: Vössing


Zur Zeit der „Machtergreifung“ lebten in Beverungen ca. 80 jüdische Mitbürger. Von ihnen ergriffen 24 frühzeitig die Flucht und wanderten nach Frankreich, Holland, Palästina, Südamerika, Afrika und in die USA aus. 41 Menschen starben in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten.
Zahlreiche Beverunger Bürger waren trotz widriger Witterungsbedingungen auf den Kellerplatz gekommen und lobten die Initiative der jungen Menschen. Gerade in der heutigen Zeit, in der wieder Bürger bei Veranstaltungen mitlaufen, bei denen rechtsradikale Gruppen anwesend sind, sind Veranstaltungen wie diese sehr wichtig, waren sich viele Teilnehmer einig.

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