Tornado richtet in Merxhausen große Schäden an

43 Gebäude beschädigt

Von Peter Vössing
Merxhausen - Auch durch die Ortschaft Merxhausen (Gemeinde Heinade) ist ein Tornado gezogen und hat dort eine Schneise der Verwüstung angerichtet.

Die Katastrophe für den Ort dauerte nur wenige Sekunden. Nachdem es zunächst dunkel wurde, gab es dann ein lautes Rauschen und schon war es wieder vorbei.
Der „Twister“ hatte innerhalb kürzester Zeit 43 Gebäude beschädigt, 23 davon schwer und fünf sehr schwer. Vier Häuser wurden so stark beschädigt, dass sie zunächst unbewohnbar sind.
Den Einsatzkräften, die alarmiert wurden, bot sich ein Bild des Schrecken. Überall lagen abgerissene Äste und umgeworfenen Bäume herum, die zahlreiche Autos beschädigt hatten. Die Straßen waren mit heruntergewehten Dachziegeln geflastert. Man war erleichtert, dass niemand verletzt wurde.
300 Einsatzkräfte waren bis spät in die Nacht im Dauereinsatz, um Dächer zu sichern und  Straßen und Häuser freizuschneiden. Es galt, die Häuser zu inspizieren und abzuschätzen welche eine Gefahr für die Bewohner darstellten.
Sämtliche Feuerwehren der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf waren gerufen worden und wurden von den Johannitern, vom THW, vom Rettungsdienst, der Polizei und Straßenmeisterei unterstützt. Sieben Dachdeckerbetriebe waren schnell zur Stelle und kümmerten sich um die Dacheindeckungen der besonders geschädigten Gebäude.
23 Bewohner, die ihr Haus verlassen mussten, wurden zunächst im Gemeindezentrum Heinade untergebracht.
Kreisbrandmeister Jens Heinemeyer war froh, dass weder Bewohner noch Einsatzkräfte beim Tornado und dem anchließenden Rettungseinsatz verletzt wurden. Nach Inaugenscheinnahme stellte sich am Ende heraus, dass wohl alle Häuser wieder instandgesetzt werden können.
Der Tornado zog von Merxhausen in Richtung Mackensen weiter und beschädigte auch dort Gebäude. Dabei wurde die Allee (L580) vernichtet. Große Bäume wurden wie Streichhölzer abgeknickt oder entwurzelt. An der Kreisgrenze fiel ein Baum auf ein Auto. Der 67-jährige Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Die Straße musste von den ca. 200 zerstörten Bäumen befreit werden.
Die Nachbarschaft und Bewohner aus umliegenden Gemeinden zeigten sich solidarisch und fasste beherzt mit an. Die Betroffenen freuten sich über die Welle der Hilfsbereitschaft und zeigten sich sehr dankbar, dass in der Stunde der Not niemand alleine gelassen wurde.