50 Jahre Albert-Schweitzer-Kinderdorf Alt Garge

Alt Garge (ozm) - Vor kurzem verwandelte sich das gesamte Kinderdorfgelände in einen großen Festplatz. „Und wenn die Kreativabteilung der Erziehungsprofis einmal loslegt, ist sie nicht mehr zu bremsen“, sagt Einrichtungsleiter Günter Kalisch. Mit dem Zirkusprojekt für 50 Kinder, einer rustikalen Mitarbeiterfete und dem Treffen der Ehemaligen vereinte das Kinderdorf gleich drei Veranstaltungen zum Geburtstag.

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Sie haben gute Gründe zum Jubeln: Die motivierte Mannschaft des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes mit den Jugendhilfeeinrichtungen in Lüneburg und Partnern.

© Foto: privat

Im Mittelpunkt stand das sehr emotionale Wiedersehen der Ehemaligen am Samstag. 200 ehemalige Kinderdorfkinder und Mitarbeiter erlebten einen mit Emotionen durchfluteten Tag. Ein selbstgebautes überdimensioniertes Buch mit vielen Bildern transportierte die Gäste in ihre eigene - meistens sehr bewegte – Vergangenheit. Aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland reisten die Gäste an. Zu Beginn und zum Abschied am Abend flossen viele Tränen. Dazwischen gab es ein tolles Programm im Zirkuszelt, Besichtigungen und reichlich Gelegenheit zum Klönen und Erinnern.
Grüße und jede Menge Erinnerungen hatte der frühere Leiter Prof. Dr. Johannes Kemser (Irschenberg) mitgebracht. Gunar Winowski (Garze) schilderte im Interview als Nachbarjunge seine Sicht aus dem Jahr 1969. Beim Begriff „Kinderdorf“ dachte er an einen riesigen Spielplatz und viele Spielgefährten. Als Fünfjähriger hatte er die große Aufgabe, den Grundstein zu legen. Die Freundschaften von damals halten bis heute – auch über Ländergrenzen.
Spontan ergreift das ehemalige Kinderdorfkind Rainer Schönbach das Mikrophon und bedankt sich bei seinen Eltern Dieter und Jutta Ossenkopp. Er kam als Vierjähriger ins Kinderdorf. Für ihn stehen die Begegnungen unter dem Motto „Ich kenn´ dein Gesicht aber deinen Namen kenn ich nicht.“ Jahrzehntelang hat man sich nicht gesehen. Eine wahrlich große Überraschung hatte Cedric Hillgraf mitgebracht. „Ich war als Kind quasi Dauerpraktikant beim technischen Dienst und habe hier auch viel gelernt. Auf einer Sackkarre und mit viel Applaus rollte er eine große Baumscheibe mit dem Logo des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes in die Manege. Die beiden Kinderdorf-Tanzgruppen beeindruckten mit sechs Tänzen.
Begeistert gefeiert wurde die Zirkusvorführung der aktuellen 50 Kinderdorfkinder. Als Clowns, Zauberer und Artisten haben sie in drei Tagen eine rasante Show für die Ehemaligen einstudiert.
Die Sonne strahlte um die Wette mit glücklichen und bewegten Menschen. Günter Kalisch: „Die Erlebnisse schreien nach einer Wiederholung. Wir lernen viel von den ehemaligen Kinderdorfkindern. Kritische wie fröhliche Rückmeldungen bauen wir sofort in den Tagesablauf ein.“ Der Kinderdorfleiter ist stolz und dankbar auf seine insgesamt 124 Mitarbeitenden. „Das ist klasse, dass sie neben dem herausfordernden Tagesgeschäft auch noch bestens gelaunt ein großes Fest auf die Beine stellen.“
Weitere Informationen unter www.kinderdorf-alt-garge.de.

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