Im Fall einer nur knappen Mahrheit werde eine Regierung unter SPD-Führung das "sehr professionell organisieren", sagte Albig. Die amtierende schleswig-holsteinische Landesregierung aus CDU und FDP hat im Parlament ebenfalls nur eine Mehrheit von einer Stimme.
Auch für die Wahl am Sonntag sagen Umfragen eine knappe Konstellation voraus. Für die von SPD und Grünen ursprünglich angestrebte Zweierkoalition wird es demnach nicht reichen. Beide Parteien und der SSW haben aber angekündigt, den Regierungswechsel dann in einem als "Dänen-Ampel" bezeichneten Dreierbündnis anzustreben. Auch dafür könnte es den neuen Erhebungen zufolge unter Umständen allerdings eng werden.
Für den Fall, dass die Mehrheitsverhältnisse in Schleswig-Holstein keine andere Lösung zulassen, schloss Albig erneut eine große Koalition mit der CDU nicht prinzipiell aus. "Mir graut vor gar keiner demokratischen Lösung", sagte der Kieler Oberbürgermeister auf die entsprechende Frage. Wenn der Wähler es so entscheide, werde er sich nicht traurig zurückziehen. "Dann wird man sich zusammenzusetzen zu haben", sagte er. Auch de Jager schloss im NDR eine solche Konstellation nicht aus, wollte sich aber nicht konkret zu möglichen Partnern äußern. Die CDU gehe ohne Koalitionsaussage in die Wahl, sagte der 47-Jährige.
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