Wirtschaftsminister äußert sich vor Gesprächen zwischen Merkel und Putin

Altmaier: Wir müssen die Ukraine mit einbeziehen

Berlin (AFP) - Vor den Krisenberatungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel im russischen Sotschi hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) angemahnt, die Ukraine nicht aus dem Blick zu verlieren. Ihm und Merkel sei wichtig, "dass wir bei allem, was wir tun, die Ukraine einbeziehen", sagte er am Freitag im "Morgenmagazin" der ARD. Die Ukraine sei "Opfer einer Aggression" gewesen und leide darunter.
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Wirtschaftsminister Altmaier © AFP

Er habe kürzlich mit seinem Besuch in Kiew zeigen wollen: "Wir machen nichts gegen die Interessen der Ukraine", sagte Altmaier mit Blick auf die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2. "Wir wollen gerade erreichen, dass der Gastransit durch die Ukraine garantiert und gesichert wird - nicht nur von der Ukraine und Russland selbst, sondern von der Europäischen Union."

Merkel reist am Freitag zu Beratungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Sotschi. Bei dem Treffen in dem Badeort am Schwarzen Meer dürften neben dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran und dem Syrien-Krieg auch Energiefragen und der Ukraine-Konflikt zur Sprache kommen.

Der russische Konzern Gazprom plant den Bau einer 1200 Kilometer langen Gas-Pipeline durch die Ostsee bis nach Mecklenburg-Vorpommern. Von dort aus soll das Gas in andere Teile Europas weitergeleitet werden. Der Bau von Nord Stream 2 hatte am Dienstag an der deutschen Ostseeküste begonnen. Viele osteuropäische Länder sehen die direkte Pipeline-Verbindung zwischen Deutschland und Russland kritisch - sie fühlen sich übergangen.

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