Landesweite Kundgebungen Mitte November durch Benzinpreis-Erhöhung ausgelöst

Amnesty International spricht nun von mehr als 200 Toten bei Protesten im Iran

London (AFP) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International geht inzwischen davon aus, dass bei den regierungskritischen Protesten im Iran mehr als 200 Menschen getötet wurden. Auf der Grundlage "glaubwürdiger Berichte" sprach Amnesty am Montag von "mindestens 208 Toten" - und fügte hinzu, dass die reale Zahl der Getöteten wahrscheinlich höher liege. Vor einer Woche hatte die Organisation von mindestens 143 Toten gesprochen.
Demonstration in Teheran am 16. November Bild anzeigen
Demonstration in Teheran am 16. November © AFP

Die landesweiten Proteste wurden am 15. November von einer Entscheidung der Regierung von Präsident Hassan Ruhani zur drastischen Erhöhung der Benzinpreise ausgelöst. Dabei wurden zahlreiche Tankstellen, Bankfilialen und Polizeiwachen verwüstet sowie Geschäfte geplündert. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warf der Regierung in Teheran Ende November vor, das Ausmaß der Gewalt zur Unterdrückung der Proteste gezielt zu verschleiern.

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