Amnesty bezog sich vor allem auf die Krise in Syrien. Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats stellten dabei ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen über das Recht der Völker, sagte Shetty weiter. Amnesty übte Kritik an China und Russland, die mehrmals ihr Veto gegen ein scharfes Vorgehen des Gremiums eingelegt hatten, aber auch an den Schwellenländern Indien, Brasilien und Südafrika, die "durch ihr Schweigen" mitschuldig seien.
Die Menschenrechtsorganisation warf dem Sicherheitsrat vor, der Bekundung von Solidarität der UNO mit den Demonstranten in arabischen Ländern im vergangenen Jahr seien "keine Taten gefolgt". Die Rolle des UN-Gremiums als Garant der internationalen Sicherheit erscheine zunehmend fragwürdig und der Rat sei den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht gewachsen, lautete die Einschätzung von Amnesty.
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