Apfel und Möhre erklären Klimaschutz durch regionale Lebensmittel

alle Bilder anzeigen Bild anzeigen

Mit dem Saisonkalender kann jederzeit nachgesehen werden, welche Obst und Gemüse bei uns in welchem Monat geerntet wird.

© Foto: BI

Warburg (wrs) - Was haben regionale und saisonale Lebensmittel mit Klimaschutz zu tun? Dieser Frage gingen Schülerinnen und Schüler der KGS Scherfede-Rimbeck Anfang April nach. Im Rahmen des Projekts „Warburg isst – Nachhaltig ernähren: Klima schützen!“ vermittelte die BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. in zwei Doppelstunden Umweltbildung in den beiden dritten Klassen der Grundschule in Scherfede.

Eine Warburger Möhre und ein neuseeländischer Apfel führten in einem kurzen Rollenspiel in die Thematik ein: regionale Lebensmittel sparen eine Menge ungesunder Abgase und Lärm durch kürzere Transportwege, das Obst und Gemüse wird reifer geerntet, wenn es aus der Region kommt, und enthält mehr wertvolle Inhaltsstoffe. Dies ist gesünder für Mensch und Umwelt als importierte Lebensmittel aus weit entfernten Ländern.
Auf den spielerischen Einstieg folgte die genaue Überprüfung von Lebensmitteln aus Supermärkten. Die Klassen untersuchten, woher die Lebensmittel kommen, die viele von uns regelmäßig einkaufen. Die Herkunftsorte wurden in Weltkarten und Deutschlandkarten eingetragen und dabei stellten die Kinder fest: Viele Produkte hatten schon einen richtig weiten Weg hinter sich, bis sie bei uns ankommen!

Aber nicht jedes Obst und Gemüse gibt es bei uns das ganze Jahr über aus regionalem Anbau. Saisonalität spielt bei regionalen Lebensmitteln eine große Rolle. Damit die Schülerinnen und Schüler in Zukunft ganz leicht nachschauen können, was bei uns in der Region wann reif ist, bastelten sie kleine Saisonkalender zum Mitnehmen. So bleibt die regionale Alternative immer im Blick.

Zum Höhepunkt der Unterrichtseinheiten wurde am letzten Schultag vor den Osterferien unter dem Motto „Fit in den Tag mit einem regionalen Frühstück“ gemeinsam gefrühstückt. Dazu hatten die Kinder verschiedene Produkte aus dem Warburger Umland mitgebracht, die zusammen ein reichhaltiges Buffet ergaben. Leckere selbstgemachte Marmeladen bewiesen: regionales Obst kann - in konservierter Form - auch in den Jahreszeiten gegessen werden, in denen es nicht Saison hat.
Zum Abschluss wurde den Kindern ein Saisonkalender für das Klassenzimmer überreicht. Besonderer Pluspunkt: Die dritten Klassen betreuen im Sommer den Schulgarten und wissen mithilfe des Kalenders jetzt schon, was sie dort wann ernten können.
Das Projekt „Warburg isst – Nachhaltig ernähren: Klima schützen!“ läuft über die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. mit Sitz in Borgentreich. Neben der Umweltbildung gehören auch Erzeuger-Verbraucher-Dialoge und die Feierabendmärkte in Warburg zum Projekt. Die ersten Veranstaltungen dieser Formate fanden bereits im September letzten Jahres statt. Auch 2019 wird auf Klimaschutz durch regionale, saisonale Produkte aufmerksam gemacht. Der nächste Feierabendmarkt findet am 14. Mai 2019 auf dem Neustadtmarktplatz statt und der nächste Erzeuger-Verbraucher-Dialog am 25. Juni 2019. Zusätzlich spielen die Themen Müllvermeidung und Lebensmittelverschwendung eine Rolle.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder