FrauenRat NRW

Arbeitskreis gegen Radikalisierung gebildet

Sundern (ozm) – Mit einem erfolgreichen Kick-Off-Meeting begann der Arbeitskreis des FrauenRat NRW seine Aktivitäten. Der FrauenRat NRW mit rund 57 Mitgliedsverbänden unterschiedlichster Weltanschauungen ist eine Interessenvertretung für ca. zwei Millionen Frauen aus Nordrhein-Westfalen. Die Mitglieder des FrauenRat NRW setzen sich ehrenamtlich für Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie ein.

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V.l.: Uta Fechler, Andrea Rupp und Maria Berghoff vom Vorstand des FrauenRat NRW, die Vizepräsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen Carina Gödecke und die stellvertretende Landrätin des Hochsauerlandkreises Ursula Beckmann wirkten mit bei der Gründungsversammlung des Arbeitskreises.

© Foto: privat

Mit der Gründung eines Arbeitskreises und einem ersten Treffen in Sundern/Dörnholthausen zum Thema: „Demokratiebildung jetzt – Nicht ohne Frauen machbar! Frauen stärken, Demokratie fördern, Radikalisierung verhindern“ starteten die Schatzmeisterin Maria Berghoff und die stellvertretende Vorsitzende Uta Fechler des FrauenRat NRW mit geladenen Gästen ihre Arbeit. Als Teilnehmerinnen waren über zwanzig Vertreterinnen von Frauenverbänden und Organisationen angereist. In ihrer Begrüßungsrede warnte Uta Fechler vor einer Radikalisierung der Gesellschaft, die immer mit der Einschränkung von Frauenrechten einhergehe. „Lasst uns Netzwerke zur Stärkung von Frauen und zur Geschlechtergerechtigkeit bilden. Heute kann der Anfang sein“, rief sie auf. Maria Berghoff betonte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit von Frauen im ländlichen Raum: „Wenn Frauen auf dem Land eine Zukunft haben, hat der ländliche Raum eine Zukunft“, fasste sie zusammen.
Die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises fand große Aufmerksamkeit bei Vertreterinnen der Politik. Die Vizepräsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen Carina Gödecke ging in ihrem Grußwort auf den historisch niedrigsten Frauenanteil in den Parlamenten (Landtag NRW 27%) ein. Gleichzeitig sah sie die Demokratie in Deutschland so gefährdet wie noch nie. „Demokratie ohne Frauen ist keine Demokratie, Demokratie braucht Gleichberechtigung“, forderte sie. Erschreckend sei, dass freiwillige Selbstverpflichtungen, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, keine ausreichende Wirkung zeigten und dass immer mehr Frauen Parteien mit einem rückständigen Frauenbild wählten. Bildungseinrichtungen müssten sich stärker mit Demokratiebildung beschäftigen. Darüber hinaus müssten Frauen in öffentlichen Ämtern stärker wahrnehmbar gemacht werden.
Auch die stellvertretende Landrätin des Hochsauerlandkreises, Ursula Beckmann prangerte den geringen Frauenanteil in der Kommunalpolitik an. Sie rief die Anwesenden auf: „Die Parteien brauchen ihr Know-how, trauen Sie sich!“.
Während des Frühstücks kamen die Teilnehmerinnen des Kick-Off-Treffens miteinander intensiv ins Gespräch. Sie erarbeiteten Stichpunkte für die Diskussion zur Bedeutung der Demokratie, zu Handlungsvorschlägen für die Arbeit von Frauenverbänden sowie jeder einzelnen Frau in ihrem Umkreis. In einer „Ideenschmiede“ wurden Projekte vorgestellt, die in den Mitgliedsverbänden schon durchgeführt wurden. Uta Fechler und Maria Berghoff berichteten von der Stellungnahme des FrauenRat NRW im Fragebogen der Enquete-Kommission des Landes Nordrhein-Westfalen „Subsidiarität und Partizipation. Zur Stärkung der (parlamentarischen) Demokratie im föderalen System aus nordrhein-westfälischer Perspektive“, in der sie Forderungen formulierten, die zur stärkeren Eigenverantwortung und Teilhabe von Frauen in der Politik führen können.

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