Feuerwehr und Rettungsdienst

Auch fit für nicht alltägliche Einsätze

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Einsatzszenario am Alten Flughafen in Calden.

© Foto: Anja Leck

Calden (hak) - Viele haben sich sicherlich über das große Blaulichtaufgebot im Bereich Calden, Grebenstein, Hofgeismar und Immenhausen gewundert. Dort fand ein Zirkeltraining mit fünf nicht alltäglichen Einsatzszenarien statt, die von den Feuerwehren in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und Notärzten abzuarbeiten waren.
Um alle Feuerwehren des Altkreises Hofgeismar zu beteiligen, arbeiten die Wehren Calden, Grebenstein, Hofgeismar und Immenhausen die Übungsstationen aus und die Feuerwehren aus Bad Karlshafen, Liebenau und Reinhardshagen stellten sich den Herausforderungen. Die übenden Feuerwehren bestanden aus Gruppen von je neun Einsatzkräften und wurden durch zwei Kräfte des Rettungsdienstes sowie einem Notarzt bei der Abarbeitung der folgenden Szenarien unterstützt:
Am Alten Flughafen in Calden kollidierte ein PKW mit einem Kleinflugzeug nach einer missglückten Notlandung. Die besondere Herausforderung hierbei bestand in der Vielzahl der Verletzten.
Während des Entladens eines Anhängers im Steinbruch der Firma Transkall setzte sich dieser in Bewegung und rutschte mit einem Arbeiter zusammen einen Abhang hinunter. Der Verunfallte lag in einem schwer zugänglichen Teil des Steinbruchs, der nur über einen Steilhang erreicht werden konnte.
An der dritten Station in Hofgeismar bei der Firma Donig ist bei Verladearbeiten mit einem Gabelstapler ein IBC-Container mit hochkonzentrierter Lauge Leck geschlagen. Der Staplerfahrer hatte starke Verätzung an den Händen sowie im Gesicht. Ebenfalls klagten zwei weitere Personen, die Erste Hilfe leisten wollten, seitdem über Atembeschwerden.
Bei Reinigungsarbeiten des Rückhaltebeckens bei Hombressen stürzte ein Arbeiter in den Wasserlauf und blieb bewusstlos vor dem Auffanggitter hängen. Hier musste der Arbeiter nach oben gerettet werden.
Bei der letzten Station musste eine Person aus einem Luftschacht bei der Firma Mewa in Immenhausen gerettet werden. Der Zugang zum Verletzten war nur über einen sehr engen Notausstieg möglich.
Um alle Szenarien so realistisch wie möglich zu gestalten, wurden Darsteller von der RUND (Realistische Unfall-und Notfalldarstellung) durch die DLRG und Crash-Art mit realistisch dargestellten Verletzungsmustern geschminkt und in die Szenarien mit eingebunden.
Durch die positive Resonanz aller Beteiligten soll es auch im nächsten Jahr wieder ein Zirkeltraining geben.

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